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Rosenkohl: Wintergemüse mit vielseitigem Potenzial

Rosenkohl, auch als „Brüsseler Kohl“ bekannt, ist ein vielseitiges Wintergemüse, das von September bis April Saison hat. Sein volles Aroma entwickelt er bei winterlichen Temperaturen, was ihm einen süßlich-nussigen Geschmack verleiht. Entdecken Sie seine kulinarische Vielfalt und gesundheitlichen Vorteile.

Anbau und Besonderheiten des Rosenkohls

Rosenkohl, auch als „Brüsseler Kohl“ oder „Sprossenkohl“ bekannt, ist ein Wintergemüse, das von September bis April Saison hat. Sein volles Aroma entwickelt er bei winterlichen Temperaturen, da der Kältereiz die Umwandlung von Stärke in Zucker fördert. Dies verleiht den kleinen Kohlköpfchen ihren süßlich-nussigen Geschmack.

Im Gegensatz zu anderen Kohlarten wachsen die kleinen Knospen des Rosenkohls spiralförmig um einen 70 bis 90 cm hohen Stängel. Dieser benötigt einen nährstoffreichen Boden und ausreichende Bewässerung. Die größten deutschen Anbaugebiete befinden sich in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, wo auf etwa 400 Hektar Rosenkohl angebaut wird. Jährlich werden in Deutschland rund 11,5 Tonnen Rosenkohl geerntet.

Kulinarische Vielfalt und gesundheitlicher Nutzen

Rosenkohl hat sich in der Küche etabliert. Spitzenköche setzen ihn ein und kombinieren ihn oft mit aromatisch-süßen Zutaten, um die leichte Bitternote auszugleichen. Zubereitungsarten reichen vom Braten einzelner Blätter mit Speck und Zwiebeln bis zum Rösten im Ofen mit Zimt-Zucker-Sirup. Neuere Züchtungen weisen zudem ein milderes, nussiges Aroma auf.

Auch in der Hobbyküche ist Rosenkohl vielseitig einsetzbar. Er kann gekocht, gebraten, gegrillt oder blanchiert werden und harmoniert mit Kartoffeln, Fisch- und Fleischgerichten. Er eignet sich für Salate, kann gebacken oder gebraten werden, beispielsweise mit Bratkartoffeln und Spiegelei, oder in Kombination mit Kürbispüree zu einem Rosenkohl-Maronen-Apfelgemüse verarbeitet werden. Karamellisiert entfaltet Rosenkohl eine sanfte Seite.

Nährwerte und Einkaufstipps

Rosenkohl liefert in der kalten Jahreszeit wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Er ist reich an Vitamin C, Kalium, Zink und Vitamin K sowie Ballaststoffen. Ein übermäßiger Verzehr kann jedoch zu Blähungen führen.

Beim Einkauf sollte auf eine saftig grüne Farbe außen und hellgrün innen geachtet werden. Die Röschen sollten geschlossen und fest sein.

Lagerung und Zubereitungshinweise

Rosenkohl ist nicht für eine lange Lagerung geeignet und sollte innerhalb von drei bis vier Tagen verarbeitet werden. Gekühlt im Kühlschrank, eingewickelt in ein feuchtes Geschirrtuch, hält er sich am besten. Für eine längere Lagerung empfiehlt sich Blanchieren und Einfrieren.

  • Die äußeren Blätter entfernen, den Strunk kürzen und die Röschen kreuzweise einschneiden, um ein gleichmäßiges Garen zu gewährleisten.
  • Eine kurze Kochzeit von acht bis zwölf Minuten sorgt für Bissfestigkeit.
  • Zucker oder Milch im Kochwasser können den intensiven Geschmack mildern.
  • Muskat, Kümmel oder Fenchelsamen unterstreichen den Geschmack und unterstützen die Verdauung.
  • Nach dem Putzen und kurzem Blanchieren können die Kohlröschen eingefroren werden.

Rezept-Tipp: Spicy gerösteter Rosenkohl

Dieses vegane Gericht ist einfach zuzubereiten und benötigt etwa 30 Minuten. Die Zutaten sind für zwei Personen ausgelegt.

Zutaten:

  • 500 g Rosenkohl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 EL Chili-Bohnenpaste (Doubanjiang)
  • 3 TL Sojasauce
  • 1 EL Zucker
  • 30 ml Wasser
  • 1 Handvoll Erdnüsse
  • 160 g Weizennudeln

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  2. Rosenkohl waschen, abtropfen lassen und den Strunk entfernen.
  3. Knoblauch schälen und in eine große Schüssel pressen.
  4. Ingwer schälen und in die Schüssel reiben.
  5. Chili-Paste, Sojasauce, Zucker und Wasser hinzufügen und verrühren.
  6. Rosenkohl dazugeben und alles gut vermischen.
  7. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Rosenkohl darauf verteilen. Im Ofen etwa 20 Minuten garen, bis er goldbraun ist.
  8. Kurz abkühlen lassen, mit Erdnüssen bestreuen und mit Weizennudeln servieren.

05.01.2024

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