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Bodenversiegelung: Globale Herausforderung und Lösungsansätze

Die 2. Global Soil Week thematisierte die zunehmende Bodenversiegelung und ihre Folgen. Eine symbolische Aktion in Berlin machte auf die Dringlichkeit des Problems aufmerksam. Ziel ist es, die Versiegelung zu reduzieren und die Bodenfruchtbarkeit wiederherzustellen.

Städtische Expansion und ihre Folgen für den Boden

Prognosen zufolge wird sich die globale Stadtfläche in den kommenden 20 Jahren bei anhaltenden Wachstumsraten verdoppeln. Dies entspräche einer Versiegelung einer Fläche von der Größe Südafrikas. Daher wird der städtische Raum als zentraler Ansatzpunkt für eine nachhaltige Bodennutzung betrachtet. Ziel ist es, die fortschreitende Versiegelung zu reduzieren und Wege zur Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit zu finden, um unterbrochene Ressourcenkreisläufe zu schließen.

„Die globale Stadtfläche wird sich in den nächsten 20 Jahren unter gegenwärtigen Wachstumsraten weltweit verdoppeln, damit würde eine Bodenfläche von der Größe Südafrikas versiegelt. Deshalb liegt im städtischen Raum einer der Schlüssel für nachhaltige Bodennutzung. Wir müssen die fortschreitende Versiegelung bremsen und Wege finden, die Böden wieder fruchtbar zu machen, damit wir unterbrochene Ressourcen-Kreisläufe schließen können“, sagte Töpfer.

In Europa sind bereits 200 Quadratmeter pro Einwohner versiegelt. Allein in Deutschland werden täglich etwa 27 Hektar Boden neu versiegelt, hauptsächlich durch den Ausbau des Verkehrsnetzes. Die Wiederherstellung von nur 2,5 Zentimetern degradierten Bodens kann bis zu 500 Jahre dauern.

„Die Menschen brauchen viel mehr Information und Aufklärung über die Bodenproblematik. Die von Soil & More mit der FAO und vielen Partnern ins Leben gerufene Kampagne ‚Rettet unsere Böden‘ leistet hierzu einen wichtigen Beitrag und zeigt dabei auch, wo die Lösungen liegen“, erklärte Volkert Engelsman, Initiator der Kampagne „Rettet unsere Böden“.
„Die Zerstörung des Boden betrifft uns alle, aber die Länder des Süden leiden schon jetzt am stärksten unter den Folgen. Deshalb müssen wir uns weltweit im Kampf gegen die Bodenzerstörung zusammenschließen. Millionen von Bio-Bauer/innen leisten bereits einen wichtigen Beitrag zur Rettung des Bodens“, warnte Vandana Shiva, Umweltaktivistin und Patin der Kampagne.

Global Soil Week als Plattform für Bodenschutz

Das IASS veranstaltete in Zusammenarbeit mit Politik und Zivilgesellschaft die Global Soil Week 2013 unter dem Motto „Bodenlose Zukunft?“ in Berlin. Die Veranstaltung, die auf dem Erfolg von 2012 aufbaute, diente als Plattform, um den Schutz der Böden in den globalen Nachhaltigkeitszielen zu verankern. Zu den Partnern zählten unter anderem die Europäische Kommission, die FAO, UNEP, das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung, das BMZ und das Umweltbundesamt. Es wurden rund 400 Teilnehmer aus über 60 Ländern erwartet.

29.10.2013

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