Analyse der Bewertung und Preisentwicklung
Die schlechtere Bewertung im Herbst 2006 ist primär auf die Einschätzungen von Club-geführten und größeren Golfanlagen zurückzuführen, deren Entwicklung in der vergangenen Saison nicht positiv verlief. Auch Betreiber beurteilen ihre wirtschaftliche Lage weniger gut als im Vorjahr.
Diese Situation äußert sich für Golfspieler in Preissteigerungen. Die Greenfees für Wochentage und Wochenenden wurden durchschnittlich um vier Prozent angehoben. Zudem sind Jahresbeiträge und Einmalentgelte für Vollmitgliedschaften auf mehr Golfanlagen gestiegen als noch 2005. Diese Entwicklung bei den Einmalentgelten ist bemerkenswert, da in den Vorjahren eher ein Rückgang oder ein vollständiger Wegfall dieser Gebühren zu beobachten war.
Kostentreiber und Geschäftserwartungen der Branche
Als Hauptursachen für die Preissteigerungen werden Personal- und Platzkosten genannt. Obwohl alle Kostenbereiche bundesweit gestiegen sind, verzeichneten im Vergleich zum Herbst 2005 mehr Anlagen erhöhte Personalkosten.
Die Geschäftserwartungen der meisten Golfanbieter wurden insgesamt erfüllt, und die Stimmung ist nicht negativ. Allerdings hat sich der Anteil derer, die im Jahr 2005 noch sehr zufrieden waren, deutlich reduziert. Die Zufriedenheitswerte des Vorjahres werden somit nicht vollständig erreicht.
Hintergrund des DGV-Golfbarometers und seine Ziele
Das DGV-Golfbarometer, eine Online-Umfrage, wurde erstmals im Herbst 2005 vom DGV in Zusammenarbeit mit der GTC – Golf & Tourism Consulting durchgeführt. Ziel dieser regelmäßigen Erhebung ist es, die Entwicklungen im Golfmarkt aktueller und präziser einschätzen zu können. Dies soll Golfanlagen ermöglichen, flexibel und effizient auf sich schnell ändernde Marktbedingungen zu reagieren.