Naturschutz

Wälder an Klimawandel und Wetterextreme anpassen

Wetterextreme wie Trockenheit und extreme Niederschläge verursachen erhebliche Schäden in den Wäldern. Die Forstwirtschaft fordert Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel, etwa durch Förderung klimaresistenter Baumarten und Erleichterung bei der Schädlingsbekämpfung.

Herausforderungen durch Schädlinge und Trockenheit

Die nachhaltige Forstwirtschaft muss sich nicht nur dem Klimaschutz widmen, sondern auch den direkten Auswirkungen des Klimawandels begegnen. Anhaltende Trockenheit, Hitze und ein milder Winter 2015/16 führten im vergangenen Jahr in vielen deutschen Wäldern zu erheblichen Problemen mit Schädlingen.

In Südbrandenburg sind beispielsweise rund 18.000 Hektar Kiefernbestände durch die Kiefernbuschhornblattwespe geschädigt oder kahlgefressen. Auch in Bayern, etwa um Ingolstadt, hat der Befall durch Borkenkäfer zugenommen. Die gravierende Trockenheit im Sommer 2015, in Kombination mit dem milden Winter, trug zur Schwächung der Wälder bei.

Der Trockenstress ist eine große Gefahr für unsere Wälder, er kann zum Kahlfraß ganzer Landstriche führen.

Forderungen an die Bundesregierung

Zu Guttenberg appelliert an die Bundesregierung, klimatolerante Baumarten wie Douglasie, Roteiche und Küstentanne von einer „schwarzen Liste“ zu streichen und die Waldbauern bei deren Anpflanzung zu unterstützen.

Die Forstwirtschaft in Deutschland muss sich auf die Zunahme von Wetterextremen einstellen, wenn sie auch in Zukunft für ihre Wettbewerbsfähigkeit und für stabile Wälder sorgen soll.

Eine weitere Maßnahme sei die Verkürzung von Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel. Ein Bericht der EU-Kommission kritisierte, dass deutsche Behörden statt der vorgegebenen 120 Tage durchschnittlich 757 Tage für diese Verfahren benötigten.

Bis an dieser Stelle Entscheidungen fallen, sind unsere Wälder kahlgefressen.

Er betonte, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln eine ultima ratio darstelle.

Wer die Verpflichtung zum Walderhalt ernst nimmt und Wälder vor hartnäckigen Schädlingen schützen möchte, kommt um den Einsatz von Pflanzenschutz nicht herum.

Schäden durch Überschwemmungen

Neben Trockenheit und Schädlingsbefall setzten auch Überschwemmungen der Forstwirtschaft im vergangenen Jahr zu. Starke Regenfälle im Mai und Juni führten insbesondere in Niederbayern zu Beschädigungen forstwirtschaftlich genutzter Flächen, wovon auch Waldbauern betroffen waren.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch für die Waldeigentümer von vielfältiger Art. Es wird höchste Zeit, dass es Rückenwind gibt bei der Anpassung des Waldbaus an den Klimawandel.

13.03.2017

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