Bedeutung des IGZ-Standorts Erfurt für die Gartenbauforschung
Der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) sieht das Engagement der Thüringer Landwirtschaftsministerin Birgit Keller und der Studierenden der Fachhochschule Erfurt als wichtiges Signal. Die Ministerin hatte sich für den Erhalt des Standortes Erfurt des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt (IGZ) ausgesprochen, nachdem ihr eine Petition mit knapp 1.000 Unterschriften übergeben wurde. Diese Entwicklungen finden im Vorfeld der Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) statt.
Der ZVG warnt vor den Folgen einer möglichen Schließung des Erfurter Standorts. Eine solche Entscheidung würde die Zukunft der Zierpflanzenproduktion in Deutschland erheblich beeinträchtigen. Matthias Bremkens, Vorsitzender des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ) im ZVG, betont die unverzichtbare Rolle des IGZ für die Forschung im Zierpflanzenbau.
Das IGZ ist die erste Adresse in der Zierpflanzenforschung. Gerade der mittelständisch geprägte Gartenbau ist auf praxisrelevante Forschung angewiesen. Unter anderem durch seine intensive Kooperation mit Pflanzenzuchtunternehmen bei der Pflanzenvermehrung und –züchtung hat das IGZ diesbezüglich sehr gute Arbeit geleistet.
Der ZVG verweist zudem auf die positive Bewertung des IGZ durch eine internationale Wissenschaftlerkommission im Jahr 2015.
Einsatz für den Erhalt des Instituts
Trotz der positiven Evaluation hatte der Senat der Leibniz-Gemeinschaft in seiner Bewertung eine Schließung des Standortes Erfurt empfohlen. Nach Bekanntwerden dieser Empfehlung am 17. März 2016 setzte sich der ZVG gemeinsam mit dem Gartenbauverband Berlin-Brandenburg und dem Landesverband Gartenbau Thüringen intensiv bei Politikern auf Bundes- und Landesebene für den Erhalt des IGZ-Gesamtinstituts ein. Der ZVG ist zudem in der Mitgliederversammlung des IGZ vertreten.
