Die Notwendigkeit von Torfersatzstoffen im Gartenbau
Gärtner sind auf Kultursubstrate angewiesen, die eine hohe Kultursicherheit gewährleisten. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) informierte im Rahmen der Internationalen Grünen Woche (IGW) 2019 in Berlin über Torfersatzstoffe und verschiedene Substrate.
Torf ist aufgrund seiner physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften weiterhin ein zentraler Ausgangsstoff für Kultursubstrate. Seit Längerem werden jedoch Versuche mit Ersatzstoffen durchgeführt, um den Torfverbrauch zu senken.
Reduzierung des Torfeinsatzes
Der Klimaschutzplan 2050 sieht eine deutliche Reduzierung des Torfeinsatzes als Kultursubstrat vor. Bertram Fleischer, Generalsekretär des ZVG, äußerte sich dazu:
Um den Torfeinsatz im Gartenbau zu reduzieren, werden in Forschungsprojekten alternative Kulturverfahren und Substrate aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holzfasern, Rindenhumus, Kokos oder Substratkompost erprobt. Wir unterstützen dabei das Ziel der Bundesregierung, eine Torfschutzstrategie zu erarbeiten, um klimafreundliche Alternativen zur Minderung der Torfanteile zur Verfügung zu stellen. Zudem begleiten wir als Verband Forschungs- und Demonstrationsvorhaben.
Trotz dieser Bemühungen wird Torf in Kultursubstraten für Gartenbaubetriebe auch in naher Zukunft notwendig sein. Dies liegt daran, dass qualitativ gleichwertige Ersatzstoffe bisher nicht ausreichend auf ihre Praxistauglichkeit und Kultursicherheit untersucht wurden oder nicht in ausreichender Menge verfügbar sind.
