Wege-, Platz- und Terrassenbau

10.000 m² Gehwege für den Fußgängerverkehr von morgen auf dem Flugfeld Stuttgart

Das Projekt Flugfeld Stuttgart, ein urbanes Gewerbe- und Dienstleistungsareal, setzt auf zukunftsweisende Mobilität. 10.000 m² neu angelegte Gehwege sind speziell für den Fußgängerverkehr konzipiert und fördern kurze Wege zwischen Wohnen, Arbeit und Freizeit.

Städtebauliches Konzept und die Rolle des Fußgängerverkehrs

Das interkommunale Projekt der Städte Böblingen und Sindelfingen umfasst rund 1.000 geplante Wohnungen, 450.000 m² Baufläche, 860.000 m² Geschossflächen und 10.000 projektierte Arbeitsplätze im Gewerbe- und Dienstleistungsbereich. Damit zählt es zu den größten städtebaulichen Projekten Süddeutschlands.

Die Besonderheit liegt in der Struktur des neuen Stadtquartiers. Der städtebauliche Entwurf des Berliner Architekturbüros AP Plan sieht Raum für alle Lebensbereiche vor.

Unser Entwurf kombiniert private mit öffentlichen Nutzungen sowie Gewerbe- und Dienstleistungsfunktionen mit Wohn- Freizeit- und sozialen Infrastruktureinrichtungen und das alles nah beieinander. Damit wird auf dem Gelände eine urbane Struktur mit einer urbanen Nutzungsdichte ermöglicht, so wie es auch der städtebauliche Rahmenplan als Zielvorgabe formuliert. Menschen, die künftig auf dem Flugfeld leben, sollten im Idealfall kein Auto benötigen. Im Gegenteil: Kurze Wege zwischen Wohnung, Arbeit und Freizeit stellen den Fußgängerverkehr in den Mittelpunkt des neuen Stadtquartiers.

Aus diesem Grund wurde den Fußgängerströmen bei der Erschließung des Geländes besondere Beachtung geschenkt. Die Hauptfußgängerverbindung in Nord-Süd-Richtung führt von Sindelfingen über das Hochhausareal durch die "Grüne Mitte" nach Böblingen. Alle Gehwege wurden mit einer Breite von mindestens 4 Metern angelegt, um auch als Radweg dienen zu können. Auch entlang der Straßen, mit Ausnahme der Gewerbebereiche, haben alle Fußwege dieses Format.

Pflastersystem und Verlegung der Gehwege

Die Wahl des Pflastersystems für die rund 10.000 m² große Fläche war ein wichtiger Aspekt.

Im Herbst letzten Jahres standen wir vor der Frage, welches Pflastersystem sich für die Befestigung der Gehwege auf dem ehemaligen Flughugelände eignet. Um ein ruhiges Gesamtbild zu erzeugen, sollte für die Gehwege durchgängig nur ein Pflastersystem zum Einsatz kommen. Zudem sollte das Pflaster pflegeleicht, optisch ansprechend und gehfreundlich sein. Außerdem war ein Pflasterbelag gewünscht, der allen technischen Anforderungen genügt. Auf den Gewerbeflähen sind die Gehwege besonderen Belastungen ausgesetzt. Hier sollte das Pflaster in der Lage sein, hohe statische und dynamische Kräfte aufzunehmen und in die Fläche abzuleiten.

Die Entscheidung fiel auf ein eigens für das Flugfeld entwickeltes Pflastersystem der Firma Adolf Blatt Betonwerke aus Kirchheim am Neckar.

Ausschlaggebend hierfür war die Möglichkeit der Steinfertigung nach Kundenwunsch. Das Flugfeld ist ein außergewöhnliches Projekt, da lag es auf der Hand, dass hierfür auch nur ein ganz besonderes Pflastersystem in Frage kam.

Das Steinwerk entwickelte in Absprache mit der Bauleitung und dem Zweckverband eine spezielle Rezeptur mit natürlichem Hartgestein im Vorsatzbeton und einer kugelgestrahlten Oberfläche.

Mit der Entscheidung für dieses Pflastersystem ist es uns gelungen, alle Interessen unter einen Hut bringen. Die Gehwege wirken damit individuell und passen optisch in das hochwertige Gesamtumfeld. Außerdem liegt das Pflaster mit seinem rechteckigen relativ großem Format von 30 x 30 cm zur Zeit im Trend und bietet - verlegt im Läuferverband - auch ausreichende Stabilität bei Belastung durch schwerere Fahrzeuge.

Die ARGE Flugfeld war für die Verlegung der Steine verantwortlich. Um ein harmonisches Fugenbild zu erzielen, sollte auf das Schneiden von Steinen weitestgehend verzichtet werden. Dies war aufgrund der natürlichen Toleranzen der Granit-Natursteine bei den Randeinfassungen eine Herausforderung.

Um die Toleranzen der Randsteine und des Pflasters aufzufangen, haben wir uns streng an die Normfuge von 3-5 mm gehalten und die Bordsteine besonders exakt gesetzt. Um die entsprechende Stabilität der Fläche zu gewährleisten wurde dann - abgestimmt auf das Bettungsmaterial - mit einem Moräne Edelsplitt in 1/3er Körnung verfugt.

Am 15. Juli 2007 wurde das Flugfeld anlässlich eines Straßenfestes für die Öffentlichkeit freigegeben. Entlang der Flugfeldallee erinnert der breite, schnurgerade Gehweg mit seinen symmetrisch angeordneten anthrazitfarbenen Trennpunkten an eine Start- oder Landebahn.

06.09.2007

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Adolf Blatt GmbH & Co. KG Betonwerke

Am Neckar 1
74364Kirchheim am Neckar
Baden-Württemberg

Tel.:+49 (7143) 89 52 0
Fax:+49 (7143) 89 52 55

E-Mail:
Web: 

Zurück