Naturschutz

125.000 Euro für den Erhalt von Parkwäldern

Die DBU fördert ein Freiburger Forschungsprojekt zur Erhaltung historischer Parkwälder mit 125.000 Euro. Ziel ist ein praxisorientierter Leitfaden für Eigentümer, Nutzer und Naturschützer, um diese bedeutsamen Kulturlandschaften nachhaltig zu bewahren.

Forschungsprojekt zur Bewahrung historischer Kulturlandschaften

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert ein Forschungsprojekt zur Erhaltung historischer Parkwälder mit 125.000 Euro. Das Projekt der Professur für Landespflege des Instituts für Geo- und Umweltwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg befasst sich mit dem modellhaften und nachhaltigen Umgang mit bedeutsamen Kulturlandschaften.

Ziel des Vorhabens ist die Erstellung eines praxisorientierten Leitfadens. Dieser soll Eigentümern, Nutzern und Naturschützern Wege zur Erhaltung und Entwicklung von Parkwäldern aufzeigen. Historische Parkwälder sind besonders pflegeintensiv, da ihr Charakter durch angelegte Wege, Gewässer, Herrenhäuser und andere Kulturrelikte geprägt ist. Allein in Baden-Württemberg existieren etwa 200 solcher Anlagen, von denen viele vernachlässigt oder wirtschaftlich umgestaltet werden.

Forschung und Praxisbeispiele

Im Rahmen des Projekts untersuchen wir sechs Parkwälder des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts, die sich in ihrer Größe, landschaftlichen Gestaltung und der Art und Weise, wie sie zuvor genutzt wurden, unterscheiden. Auf dieser Grundlage erarbeiten wir Methoden für eine angemessene Nutzung und Pflege.

Dies erklärt Patrick Pauli, Projekt-Koordinator vom Freiburger Institut für Geo- und Umweltwissenschaften. Expertinnen und Experten aus der praktischen Forstwissenschaft, der Denkmalpflege und dem Naturschutz untersuchen beispielsweise, wie Parks forstlich genutzt werden können und gleichzeitig Fledermäusen Schutz bieten.

Zu den untersuchten Gebieten zählen der Sophienberg bei Kirchberg an der Jagst, der Fürstliche Park Inzigkofen und der Favoritepark Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Des Weiteren werden der Ebersdorfer Park und der Park Heinrichsruh bei Schleiz im Saale-Orla-Kreis sowie der Park Altenstein bei Bad Liebenstein in die Studie einbezogen. Die Forscher wenden den entwickelten Leitfaden modellhaft im Fürstlichen Park Inzigkofen an. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen in das Konzept ein, um die Lösungsansätze auf andere Anlagen übertragbar zu machen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre ist geplant, das Projekt in einem weiteren Untersuchungsgebiet zu erproben.

31.01.2013

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