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150 Jahre Sophienhammer

05.08.2022

Nach der Feier zum 300-jährigen Firmenbestehen in 2011 folgt in diesem Jahr das nächste große Jubiläum für den Unternehmensverbund Julius Cronenberg Sophienhammer (JCS): Seit nunmehr 150 Jahren ist JCS auf dem Areal beheimatet, das heute zur Stadt Arnsberg gehört und der Gruppe einst ihren Namen gab: der Sophienhammer im Ortsteil Müschede.

Über 300 Jahre Unternehmensgeschichte

Gefeiert wird der besondere Anlass mit einem großen Festakt am 25. August 2022, zu dem die geschäftsführenden Gesellschafter den früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck als Redner gewinnen konnten. Die Wurzeln des Unternehmens, das heute rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, reichen bis ins Jahr 1711 zurück. Damals errichtete Caspar Cronenberg an der Ennepe einen Reck- und Sensenhammer.

Fünf Generationen später baute sein Nachfahre Carl Julius Cronenberg die zu dieser Zeit strauchelnde Firma mit großem Einsatz neu auf und erwarb 1870 den Sophienhammer im sauerländischen Röhrtal – eine wegweisende Entscheidung für die Zukunft des Unternehmens. Der Name des Werks geht auf dessen Gründer Hermann Diedrich Piepenstock zurück, der es nach seiner Frau Sophie benannte. Carl Julius Cronenberg passte die Fabrik an seine Produktionsbedingungen an und nahm sie im Frühjahr 1871 in Betrieb.

Vom Sensenhersteller zum diversifizierten Firmenverbund

Seitdem hat sich viel getan: Die Sensenschmiede erlebte zahlreiche Höhen und Tiefen. Nach den schweren Kriegs- und Nachkriegsjahren erweiterte das Unternehmen sein Portfolio kontinuierlich um neue Produktgruppen. Aus dem ehemaligen Sensenhersteller entwickelte sich ein diversifizierter und international aufgestellter Firmenverbund.

Heute führen Carl-Julius und Wilm-Hendric Cronenberg das Unternehmen in der zehnten Generation. Am Standort Sophienhammer werden zwar keine Sensen mehr gefertigt, sie werden jedoch weiterhin als Großhandelsprodukt vertrieben. Unter dem Dach der Firmengruppe entstehen unter anderem Athmer Türdichtungs- und Fingerschutzsysteme, Mannus Fahnenmasten, Urbanus Stadtmobiliar, Via Guide Leitsysteme für Warteschlangen sowie Geländersysteme der Marke Croso. Die einzelnen Geschäftsbereiche agieren dabei weitgehend autark und als eigenständige Organisationen.

Internationalisierung mit starkem Heimatbezug

Auch die jüngere Unternehmensgeschichte ist von Wandel geprägt. Den bereits in den 1990er Jahren eingeschlagenen Weg der Internationalisierung setzte JCS konsequent fort. Seit 2015 kamen zu den Auslandsniederlassungen in Österreich und Frankreich weitere Unternehmen in China, Dubai, Indien, Singapur und Großbritannien hinzu. Damit entwickelte sich die Firmengruppe zunehmend international und konnte in verschiedenen Produktsparten marktführende Positionen einnehmen.

„Unsere Heimat ist und bleibt jedoch der Sophienhammer. Von hier aus steuern wir alle unsere wirtschaftlichen Aktivitäten“, betonen Carl-Julius und Wilm-Hendric Cronenberg. Der Standort präge nicht nur die Historie der Firmengruppe und die regionale Wirtschaft, sondern auch die Unternehmenskultur der JCS-Familie. Loyalität der Belegschaft, regionale Verwurzelung und familiärer Rückhalt bildeten das Fundament des Erfolgs.

Herausforderungen meistern und Erfolge feiern

Diese enge Verbundenheit ermöglichte es dem Unternehmen auch, große Herausforderungen wie die Corona-Pandemie sowie die Überflutung des Sophienhammers im Sommer 2021 zu bewältigen. Damals standen weite Teile des Firmengeländes unter Wasser. Dank des schnellen Zusammenwirkens lokaler Hilfskräfte, des JCS-Teams und regionaler Bauunternehmen konnten Produktionsausfälle auf ein Minimum begrenzt werden.

Auch künftig möchte JCS an den Erfolgsfaktoren festhalten, die das Unternehmen groß gemacht haben: langfristige und faire Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden, Kunden und Lieferanten weltweit, gesundes und nachhaltiges Wachstum sowie die Verbindung von Tradition und Innovation. Diese Werte werden auch entscheidend sein, um aktuelle Herausforderungen – von der Pandemie bis zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine – zu bewältigen.

Zunächst jedoch soll das bisher Erreichte gebührend gefeiert werden – pandemiebedingt zwar ein Jahr später als ursprünglich geplant, doch das soll den Feierlichkeiten keinen Abbruch tun. Schließlich ist Flexibilität eine der großen Stärken und ein wesentlicher Erfolgsfaktor von JCS.

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