Naturschutz

18.000 „Natur im Garten“ Plaketten in NÖ überreicht

12.09.2021

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Martin Eichtinger: „Die ‚Natur im Garten‘ Familie wächst konsequent weiter. Gratulation an Margit und Vera Rudorfer aus Unterwölbling zur 18.000. Plakette von ‚Natur im Garten‘ in Niederösterreich. Plakettenbesitzerinnen und -besitzer in Niederösterreich schaffen sich mit dieser Auszeichnung eine natürliche Wohlfühloase im eigenen Zuhause und leisten gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zum Klima-, Umwelt- und Artenschutz.“

18.000 „Natur im Garten“-Plaketten: Relevanz für den professionellen Garten- & Landschaftsbau

Seit 1999 werden in Niederösterreich die „Natur im Garten“-Plaketten für ökologisch bewirtschaftete Privatgärten vergeben. Mit der Auszeichnung der 18.000. Plakette an Margit und Vera Rudorfer aus Unterwölbling erreicht die Initiative einen weiteren Meilenstein – und unterstreicht zugleich den steigenden Stellenwert naturnaher Gestaltung im Gartenbau.

Die Initiative steht für konsequent pestizidfreie Pflege, torffreie Substrate und nachhaltige Düngung. Für GaLaBau-Betriebe bedeutet das: Die Anforderungen entsprechen zunehmend den Erwartungen vieler Auftraggeber – sowohl im privaten Hausgarten als auch in kleineren halböffentlichen Grünflächen.

„18.000 bestätigte Naturgärten sind ein wahrer Meilenstein für unser Bundesland Niederösterreich. Damit zeigen wir einmal mehr, dass wir das Gartenland Nummer 1 in Europa sind.“

Kriterien: Praktische Anforderungen für Planung und Pflege

Grundlage für die Plakette sind drei verbindliche Kernkriterien:

  • Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide
  • Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel
  • Verzicht auf Torf

Zusätzlich müssen mehrere Naturgarten-Elemente umgesetzt werden, etwa:

  • Blumenwiese oder extensive Wiesenbereiche
  • Obstgartenstrukturen
  • Mulchflächen
  • Regenwassernutzung
  • Wildstrauchhecken

Diese Anforderungen betreffen direkt die tägliche Arbeit im Garten- & Landschaftsbau: Pflanzenauswahl, Bodenvorbereitung, Pflegekonzepte und Kundenberatung müssen von Beginn an auf langfristige ökologische Stabilität ausgelegt sein.

„Verstehen wir dieses Bekenntnis als Auftrag, Niederösterreichs Gärten und Grünanlagen weiterhin konsequent nach den Kernkriterien von ‚Natur im Garten‘ zu gestalten.“

Biodiversität als Verkaufsargument

Ein naturnah gepflegter Garten schafft Lebensräume für spezialisierte Arten. Gefordert sind Strukturen wie:

  • Totholzbereiche
  • Mischhecken
  • Wildwuchsflächen
  • Laubhaufen

Diese Elemente fördern Nützlinge, die wiederum biologischen Pflanzenschutz übernehmen. Für Betriebe ergibt sich daraus ein klar kommunizierbarer Mehrwert: geringerer Pflegeaufwand durch stabile ökologische Gleichgewichte und höhere Kundenzufriedenheit durch sichtbare Naturerlebnisse.

„Mit der Umweltbewegung ‚Natur im Garten‘ werden Garten, Balkon und Terrasse zu Wohlfühloasen für Menschen und Nützlinge.“

Plakette als Marketing- und Beratungsinstrument

Die Auszeichnung erfolgt nach Vor-Ort-Besichtigung durch Mitarbeiter der Initiative. Der Unkostenbeitrag beträgt 25 Euro. Für Kunden wird die Plakette zum sichtbaren Qualitätsnachweis – für Betriebe zum Beratungsansatz: Bereits in der Planung kann auf die Kriterien hingearbeitet werden.

Anmeldungsmöglichkeiten:

  • Online
  • Gartentelefon (02742 / 74333)
  • E-Mail an gartentelefon@naturimgarten.at

Gerade im Privatkundensegment kann die Begleitung zur Plakette als Zusatzleistung angeboten werden: Konzeptplanung, Pflanzenauswahl, Pflegeplan und Vorbereitung der Begutachtung aus einer Hand.

Einordnung für Betriebe

Die Initiative fungiert faktisch als Qualitätsstandard im naturnahen Gartenbau. Für Betriebe bedeutet das:

  • steigende Nachfrage nach pestizidfreien Pflegekonzepten
  • höhere Bedeutung standortgerechter Pflanzenplanung
  • wachsender Beratungsanteil im Projektgeschäft

Die „Natur im Garten“-Plakette wird damit weniger zur Einzel-Auszeichnung als zum Marktsignal für ökologische Kompetenz im Gartenbau.

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