Marktvolumen für Holz in der Außenanwendung
Die Studie liefert eine umfassende Datenbasis für dieses bisher unterschätzte Marktsegment. Zuvor wurde das Marktvolumen für Holz in der Außenanwendung auf lediglich 240 Millionen Euro geschätzt. Die aktuelle Erhebung zeigt, dass der tatsächliche Wert etwa 5,5-mal höher liegt.
Im Jahr 2005 wurden in diesem Segment rund 1,4 Millionen Kubikmeter Schnittholz verarbeitet. Dies entspricht bei etwa 19,8 Millionen Gärten in Deutschland einem Verbrauch von 0,08 Kubikmetern Schnittholz pro Garten und Jahr, mit einem durchschnittlichen Wert von 65 Euro.
Den größten Anteil an der verwendeten Holzmenge haben Gartenhäuser mit 23,3 Prozent, gefolgt von Einfriedungen mit 23 Prozent und Palisaden mit 13,6 Prozent. Beim Umsatz führen Einfriedungen mit 35,8 Prozent vor Gartenhäusern mit 29,4 Prozent. Für die kommende Saison 2008 wird eine weitere Absatzsteigerung für Holz im Garten erwartet, die unter anderem auf höhere Lohnabschlüsse zurückgeführt wird, da dieser Markt eher der allgemeinen Verbrauchskonjunktur folgt als dem Baumarkt.
Käuferprofile und Kaufkriterien im Detail
Die Studie charakterisiert zudem die typischen Käufer von Gartenholzprodukten mittels einer repräsentativen Befragung. Gartenholzprodukte finden Käufer jeden Alters und Geschlechts. Die Hälfte der Befragten war zwischen 30 und 50 Jahre alt, und drei Viertel der Käufer waren Männer. Männer identifizieren sich mehrheitlich als "passionierte Heimwerker", während Frauen primär am Thema Garten und Gartenarbeit interessiert sind. Produkte mit höherem Vorfertigungsgrad könnten Frauen als Zielgruppe stärker ansprechen.
Mieter in Mehrfamilienhäusern stellen eine weitere ausbaufähige Zielgruppe dar, da sie mit nur 13 Prozent am Point of Sale unterrepräsentiert sind. 90 Prozent der Käufer haben bereits positive Erfahrungen mit Holz im Garten gemacht, wobei 80 Prozent dieser Erfahrungen positiv waren.
Für Käufer ist das attraktive Aussehen der wichtigste Vorteil von Holz im Garten, gefolgt von den Eigenschaften "Naturprodukt" und "Verarbeitbarkeit". Für Frauen ist der Vorteil "Naturprodukt" am wichtigsten.
Die Wahl des Kaufortes für Holzprodukte im Garten wird maßgeblich durch die Sortimentsbreite, die Erreichbarkeit und die Kulanz bei Problemen beeinflusst. Die Preisgünstigkeit des Fach- oder Baumarkts folgt an vierter Stelle und wird als wichtiger eingestuft als die Beratungsqualität. Hinsichtlich Nachhaltigkeit und zertifizierten Produkten geben nur 40 Prozent der Kunden an, dass Zertifizierungen ihre Kaufentscheidung beeinflussen. Tropenholz wird von den Befragten als Tabu betrachtet.