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Alte Kulturgemüse neu entdecken

07.01.2010

Vergessene Kulturgemüse wie Teltower Rübchen oder Eiskraut erleben ein Comeback. Die Plattform was-wir-essen.de stellt alte Sorten vor und gibt Tipps zu Anbau, Ernte und Zubereitung im eigenen Garten.

Traditionelle Gemüsearten bereichern den Garten mit Vielfalt, Geschmack und Geschichte 🌱

Frostverträgliche und lagerfähige Gemüsearten waren über Jahrhunderte hinweg eine wichtige Grundlage der Ernährung. In Zeiten ohne Kühltechnik, importierte Zitrusfrüchte oder Nahrungsergänzungsmittel sicherten robuste Wintergemüse die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen während der kalten Jahreszeit.

Gemüsearten wie Winterrettich oder Kerbelrübe gehörten früher selbstverständlich in Hausgärten und auf Märkten. Sie zeichneten sich durch ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Frost sowie durch eine lange Lagerfähigkeit aus und konnten deshalb über viele Monate hinweg genutzt werden.

Vergessene Sorten aus historischen Gärten

Mit der zunehmenden Verbreitung moderner Gemüsesorten gerieten viele dieser traditionellen Kulturen in Vergessenheit. Dennoch sind sowohl das Saatgut als auch das Wissen über Anbau und Nutzung erhalten geblieben. Engagierte Züchter und Saatguterhalter sorgen dafür, dass zahlreiche dieser historischen Sorten weiterhin verfügbar sind.

Über den Saatguthandel lassen sich viele dieser alten Kulturgemüse heute wieder beziehen und im eigenen Garten kultivieren. Zwar erreichen sie häufig nicht die Erträge moderner Züchtungen, dafür überzeugen sie mit besonderen Formen, Farben und Geschmacksnuancen. Gleichzeitig bieten sie einen Einblick in die historische Vielfalt des Gartenbaus.

Neue Inhalte auf der Plattform was-wir-essen.de

Die Internetplattform was-wir-essen.de stellt in der Rubrik „Wiederentdeckte Gemüsearten“ mehrere dieser traditionellen Kulturen vor. Fünf Gemüsearten werden dort mit ihrer Geschichte, ihren Besonderheiten sowie praktischen Hinweisen zum Anbau im eigenen Garten präsentiert.

Ein Beispiel ist das Teltower Rübchen, das im Laufe der Geschichte eine bemerkenswerte Entwicklung durchlief. Ursprünglich als einfache Nahrung bekannt, entwickelte es sich durch seine besondere Qualität zu einer Delikatesse, die sogar von Persönlichkeiten wie Napoleon oder Goethe geschätzt wurde.

Ebenfalls vorgestellt wird das Eiskraut, dessen Herkunft an den Küsten Südafrikas liegt. Die Blätter und Stängel der Pflanze wirken, als seien sie von einer feinen Eisschicht überzogen – ein Effekt, der durch glänzende Zellstrukturen entsteht und dem Gemüse sein charakteristisches Aussehen verleiht.

Praxiswissen für den eigenen Garten

Neben historischen Hintergründen liefert die Plattform auch konkrete Hinweise für den praktischen Anbau. Dazu gehören Informationen zu Standortbedingungen, Aussaat, Pflege und Ernte der jeweiligen Kulturen. Ergänzt werden die Inhalte durch Tipps zur Zubereitung in der Küche.

Damit eröffnen die vorgestellten Kulturgemüse sowohl für Hobbygärtner als auch für den professionellen Gartenbau interessante Perspektiven. Sie erweitern das Sortiment um seltene Arten und tragen gleichzeitig dazu bei, pflanzengenetische Vielfalt langfristig zu erhalten.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Deichmanns Aue 29
53179Bonn
Deutschland

Tel.:+49 228 6845-0
Fax:+49 228 6845-4518

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