Hintergrund und Auswirkungen der Ambrosia-Ausbreitung
Ambrosiapollen sind starke Allergene. Jeder dritte Allergiker reagiert mittlerweile darauf. Bei den Krankenkassen könnten dadurch jährliche Kosten in zweistelliger Millionenhöhe entstehen. Wenn sich Ambrosia verbreitet, drohen weitere Allergieerkrankungen und Folgekosten.
Dieses Zitat unterstreicht die Dringlichkeit der Maßnahmen. Ziel ist es, die Verbreitung der Pflanze einzudämmen. Dies erfordert eine Zusammenarbeit von Gemeinden, Landratsämtern, Hobbygärtnern und Landwirten.
Bekämpfungsmaßnahmen und Hinweise zur Eindämmung
Die Hauptblütezeit der Ambrosia steht aufgrund der bisher kühlen Witterung noch bevor, die Pflanze ist jedoch bereits gut erkennbar. Zur Unterstützung der Eindämmung wird die Bevölkerung aufgerufen, größere Ambrosia-Bestände der örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörde zu melden.
Einzelne Pflanzen und kleine Bestände im eigenen Garten sollten möglichst vor der Blüte mit der Wurzel entfernt und im Restmüll entsorgt werden. Um Hautreaktionen zu vermeiden, ist das Tragen von Handschuhen ratsam. Bei blühenden Pflanzen empfiehlt sich zusätzlich ein Mundschutz. Allergiker sollten diese Arbeiten nicht selbst durchführen.
Neben dem direkten Entfernen der Pflanzen ist es wichtig, auch weniger offensichtliche Verbreitungswege zu unterbinden. Ambrosia-Samen können beispielsweise in Vogelfutter und Gartenerde enthalten sein.
Erfolge der Prävention in Bayern
Seit 2007 existieren im Freistaat Bayern Maßnahmen zur Eindämmung der Ambrosia. Ein Netzwerk, das Bürger, Kreisverwaltungsbehörden und eine Landesmeldestelle umfasst, wurde etabliert. Durch die Beteiligung der Bevölkerung konnten zahlreiche Bestände entdeckt werden.
Die bisherigen Präventionserfolge haben dazu geführt, dass sich die Pflanze in Bayern nicht großflächig ausgebreitet hat. Dennoch zeigen die Zahlen einen leichten Anstieg der Vorkommen: Während 2007 bayernweit 60 Bestände registriert wurden, waren es 2008 bereits 102 und im Jahr 2009 insgesamt 154 Bestände.
