Allgemeines

Anbau nachwachsender Rohstoffe: Leichter Anstieg im Jahr 2014

Die Anbaufläche für Industrie- und Energiepflanzen in Deutschland stieg 2014 leicht auf 2,34 Millionen Hektar. Nachwachsende Rohstoffe sind damit ein fester Bestandteil der Landwirtschaft und belegen etwa ein Fünftel der Ackerfläche.

Entwicklung und Verteilung der Anbauflächen

Die Erhebung der Anbauzahlen erfolgt durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) in Zusammenarbeit mit der AFC Consulting Group im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Energiepflanzen für die Biogasproduktion nehmen mit 1,27 Millionen Hektar die größte Fläche innerhalb der nachwachsenden Rohstoffe ein. Hierbei dominiert Silomais mit zwei Dritteln der Fläche, gefolgt von Gras, Getreide und Zuckerrüben. Neue Energiekulturen spielen weiterhin eine marginale Rolle.

Raps für die Herstellung von Biodiesel und Pflanzenöl ist mit knapp 530.000 Hektar die zweitwichtigste Kultur. Im Biokraftstoffbereich war der Anbauumfang von Raps um etwa 70.000 Hektar leicht gestiegen. Dieser moderate Zuwachs könnte durch die seit zwei Jahren überdurchschnittlich fallenden Rapspreise beeinflusst worden sein, welche die Nachfrage stimulieren. Der Anbau für Bioethanol erreichte mit 168.000 Hektar annähernd das Vorjahresniveau.

Stoffliche Nutzung und zukünftige Entwicklungen

Im Bereich der stofflichen Nutzung gab es keine wesentlichen Veränderungen. Rapsöl für technische Zwecke bleibt hier der bedeutendste Rohstoff, gefolgt von Industriestärke. Insgesamt hat sich der Anbau nachwachsender Rohstoffe in Deutschland auf einem hohen Niveau stabilisiert.

Die aktuelle EEG-Novelle wird voraussichtlich den Neubau von Biomasseverstromungsanlagen spürbar begrenzen. Wachstum könnte zukünftig unter anderem durch Repowering-Maßnahmen generiert werden. Im Biokraftstoffsektor bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die ab 2015 geltende Treibhausgasvermeidungsquote, die die bisherige Mengenquote ersetzt, auf den heimischen Anbau haben wird.

29.10.2014

Zurück