Besondere Gefahren und Schutzmaßnahmen im Katastrophengebiet
Für die haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte bestehen besondere Gefahren, beispielsweise durch ungesicherte Erdlöcher, ausgelaufene Gefahrstoffe oder unterspülte Gebäude und Verkehrswege. Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU, betont die Notwendigkeit besonderer Vorsicht:
Einsturzgefährdete Gebäude oder Erdrutsche können für die Helfenden lebensgefährlich sein. Die Baufirmen arbeiten in den Überschwemmungsgebieten unter erschwerten Bedingungen. Wichtig ist, dass die Aufbauhelfer mögliche Gefahren kennen und sich schützen.
Der neue Handlungsleitfaden der BG BAU fasst zusammen, was bei Bauarbeiten in Schadensgebieten zu beachten ist. Er enthält allgemeine Verhaltensgrundlagen und Hinweise zu den spezifischen Gefahren bei Tätigkeiten im Katastrophengebiet. Mithilfe von Checklisten können Unternehmen geeignete Schutzmaßnahmen für den Einsatz vor Ort festlegen.
Die Umgebungsbedingungen in den Notfallgebieten sind sehr komplex. Trotz Zeitdruck braucht es eine gute Vorbereitung, damit beim Arbeitseinsatz niemand zu Schaden kommt. Unsere Handlungshilfe soll dabei unterstützen, die richtigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Umfassende Unterstützung durch die BG BAU
Auf der Sonderseite „Unterstützung bei der Hochwasserkatastrophe“ bietet die BG BAU neben dem neuen Handlungsleitfaden weitere Arbeitsschutzmedien an, die auf die spezifischen Bedingungen des Wiederaufbaus in Hochwassergebieten zugeschnitten sind. Dazu gehören Informationen zum Umgang mit Gefahrstoffen sowie mit Elektrizität und elektrischen Versorgungsleitungen. Ergänzend werden Hinweise zur persönlichen Schutzausrüstung sowie zu den Themen Abbruch, Absturzsicherung und Erdarbeiten bereitgestellt.
