Details zum Rückgang im Jahresvergleich und Umsatzentwicklung
Im Vergleich zum Januar 2022 sank der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang um 21,0 %. Ein ähnlich starker Rückgang zu Jahresbeginn wurde zuletzt im Januar 2009 registriert, als ein Minus von 21,8 % gegenüber Januar 2008 zu verzeichnen war. Der nominale, nicht preisbereinigte, Auftragseingang belief sich im Januar 2023 auf 6,6 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 5,5 % gegenüber dem Vorjahresniveau entspricht.
Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ging im Januar 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,3 % zurück. Der nominale Umsatz stieg hingegen aufgrund der gestiegenen Baupreise um 5,8 % auf 5,2 Milliarden Euro. Die Anzahl der im Bauhauptgewerbe beschäftigten Personen erhöhte sich im Januar 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 %.
Entwicklung des Auftragsbestands im Jahr 2022
Die aktuellen Daten zum Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe reichen bis Ende 2022. Demnach sank der reale, preisbereinigte Auftragsbestand im Jahr 2022 um 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Nominal erreichte das Volumen des Auftragsbestands Ende 2022 einen Wert von 68,3 Milliarden Euro.
Besonders stark war der Rückgang des realen Auftragsbestands im Wohnungsbau mit einem Minus von 9,3 % gegenüber dem Vorjahr. Dies war der erste Rückgang in dieser Bauart in einem Kalenderjahr seit 2009, als ein Minus von 3,5 % verzeichnet wurde. Die Abwärtsdynamik im Auftragsbestand des Wohnungsbaus beschleunigte sich im Jahresverlauf 2022. Während das erste Quartal einen Rückgang von 2,1 % zeigte, stieg dieser im zweiten Quartal auf 6,9 %, im dritten Quartal auf 10,5 % und erreichte im vierten Quartal 17,8 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal.
