Entwicklung der Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe
Der reale, preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe verzeichnete im November 2020 einen saison- und kalenderbereinigten Anstieg von 2,0 % gegenüber dem Vormonat Oktober 2020. Dies geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor.
Im Vergleich zum November 2019 sank der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im November 2020 um 5,9 %. Für die ersten elf Monate des Jahres 2020 ergab sich ein Rückgang des realen Auftragseingangs um 2,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Der nominale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe belief sich im November 2020 auf rund 6,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 2,3 % gegenüber dem November 2019, in dem mit 7,1 Milliarden Euro der höchste November-Wert verzeichnet wurde. In den ersten elf Monaten des Jahres 2020 stiegen die nominalen Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,2 %.
Methodische Hinweise zur Konjunkturbeobachtung
Bei der Interpretation von Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu berücksichtigen. Der Vergleich zum Vormonat oder Vorquartal dient der Abbildung der kurzfristigen konjunkturellen Entwicklung.
Der Vorjahresvergleich ermöglicht hingegen einen längerfristigen Niveauvergleich und ist unabhängig von saisonalen Schwankungen. Insbesondere in der aktuellen Corona-Krise können die starken Rückgänge im März/April 2020 und die anschließende Erholung zu abweichenden Ergebnissen zwischen Vormonats-/Vorquartalsvergleichen und Vorjahresvergleichen führen.
Beide Betrachtungsweisen sind relevant, um sowohl die aktuelle konjunkturelle Entwicklung als auch den Fortschritt des Aufholprozesses im Vergleich zum Vorjahresniveau zu beurteilen.