Die Grüne Stadt

Die Panke: Berlins drittlängster Fluss im Wandel

Die Panke, Berlins drittlängster Fluss, wandelt sich vom einstigen Industrieabwasserkanal zum Naherholungsgebiet. Geplante Maßnahmen sollen die Natur wiederherstellen und die Wasserqualität verbessern, um neue Lebensräume zu schaffen.

Von der „Stinkepanke“ zum Naturjuwel

Einst im Volksmund als „Stinkepanke“ bekannt, werden heute keine Industrieabwässer mehr in den Fluss geleitet. Stattdessen laden Park- und Wanderwege entlang des Flusslaufs zum Verweilen ein. Die Panke mündet im Nordhafen in den Spandauer Schifffahrtskanal.

In den kommenden Jahren sind naturnahe Ausbaumaßnahmen auf einer Länge von 18 Kilometern geplant. Ziel ist die Beseitigung von Sohlabstürzen, um die Fischwanderung zu ermöglichen, eine natürlichere Flussform zu schaffen und die Wasserqualität weiter zu verbessern.

Der Fluss soll wieder atmen können. Denn die Panke ist ein wichtiger Teil des Berliner Biotopverbundes. Mit den Maßnahmen werden neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere geschaffen und die Erlebnis- und Aufenthaltsqualität weiter verbessert.

Bereits jetzt bietet die Panke naturkundliche Besonderheiten. Am Ufer wachsen Mammutbäume, und die seltene Wasseramsel ist hier als Wintergast zu beobachten, oft bei der Nahrungssuche unter Wasser.

Die Panke dient als Rückzugsort vom städtischen Trubel und bietet echte Berliner Stadtnatur. Die Videoserie „Wildes Berlin: Unterwegs mit Derk Ehlert“, eine Produktion der Stiftung Naturschutz Berlin, stellt die grünen Hotspots der Stadt vor und widmet sich in ihrer neunten Folge einer Flusswanderung entlang der Panke im Wedding.

25.01.2021

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