Stabile Ausbildungszahlen sichern Fachkräfte für Klimaanpassung und grüne Infrastruktur
Der Garten- und Landschaftsbau verzeichnet weiterhin stabile und leicht steigende Ausbildungszahlen. Bundesweit befanden sich zuletzt 8.089 junge Menschen in der Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin oder zum Landschaftsgärtner. Das entspricht einem Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge entwickelte sich positiv. Bis Ende 2025 begannen 3.221 Auszubildende ihre Laufbahn in umlagepflichtigen Betrieben – ein Zuwachs von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit bestätigt sich die anhaltende Attraktivität des Berufsbildes.
Attraktiver Beruf mit gesellschaftlicher Relevanz
Der Anteil männlicher Auszubildender liegt aktuell bei 89 Prozent, während 11 Prozent weiblich sind. Damit ist der Frauenanteil um drei Prozentpunkte gesunken. Gleichzeitig unterstreicht die Gesamtentwicklung die Bedeutung des Berufs für zentrale Zukunftsthemen.
„Dass wir erneut mehr als 8.000 Auszubildende im GaLaBau zählen, ist ein starkes Signal – nicht nur für die Attraktivität unseres Berufs, sondern auch für die Zukunftsfähigkeit unserer Städte und Gemeinden“
Die Tätigkeiten im Garten- und Landschaftsbau sind eng mit der Entwicklung klimaresilienter Städte verbunden. Dazu zählen unter anderem Regenwassermanagement, Begrünungskonzepte und Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität. Der Beruf bietet damit praxisnahe Lösungen für aktuelle Herausforderungen wie Hitzeperioden und zunehmende Flächenversiegelung.
„Unsere Auszubildenden arbeiten an Lösungen, die Lebensqualität sichern und Städte widerstandsfähiger machen“
Neben sicheren Perspektiven eröffnet die Branche jungen Menschen die Möglichkeit, aktiv an der ökologischen Transformation mitzuwirken. Gleichzeitig bleibt die gezielte Ansprache weiblicher Nachwuchskräfte ein wichtiges Ziel für die Branche.
Nachwuchssicherung als Gemeinschaftsaufgabe
Die stabilen Ausbildungszahlen sind das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Dazu zählen neben den Betrieben auch Verbände, Sozialpartner sowie Einrichtungen der dualen Ausbildung. Besonders die Kooperation zwischen Landesverbänden, dem AuGaLa sowie dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau trägt zur erfolgreichen Nachwuchsgewinnung bei.
Auch Berufsschulen, überbetriebliche Ausbildungsstätten und zuständige Stellen im Gartenbau leisten einen wichtigen Beitrag zur Qualität der Ausbildung. Gemeinsam sichern sie die fachliche Qualifikation zukünftiger Fachkräfte im Gartenbau.
Moderne Ansprache der Fachkräfte von morgen
Um den Beruf weiterhin attraktiv zu präsentieren, setzt die Branche verstärkt auf digitale Formate und zielgruppengerechte Kommunikation. Dazu gehören Social-Media-Kampagnen, ein Azubi-Blog mit authentischen Einblicken sowie regionale Öffentlichkeitsarbeit in den Betrieben.
Formate wie „Die Drei vom GaLaBau“ auf Plattformen wie TikTok, YouTube und Instagram vermitteln praxisnah und unterhaltsam den Ausbildungsalltag. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für den vielseitigen Beruf im Garten- und Landschaftsbau zu begeistern und langfristig Fachkräfte zu sichern.
