Die Grüne Stadt

Rheinboulevard Köln-Deutz erhält Deutschen Landschaftsarchitekturpreis

30.09.2017

Der Rheinboulevard Köln-Deutz von Planorama Landschaftsarchitektur ist mit dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis ausgezeichnet worden. Prämiert wurden die klare Gestaltung, der integrierte Hochwasserschutz sowie die städtebauliche Aufwertung des Rheinufers.

Auszeichnung würdigt Gestaltung und Aufwertung des Kölner Rheinufers

Der von Planorama Landschaftsarchitektur gestaltete Rheinboulevard in Köln-Deutz ist mit dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung erfolgte unter der Schirmherrschaft von Bundesbauministerin Barbara Hendricks. Mit dem seit 1993 vergebenen Preis würdigt der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten ästhetisch anspruchsvolle, innovative und ökologische Planungsleistungen.

Baustaatssekretär Gunther Adler hob die Bedeutung urbaner Grün- und Freiräume für lebenswerte Städte hervor. Der Rheinboulevard habe die Aufenthaltsqualität des rechten Rheinufers deutlich gesteigert und einen neuen Treffpunkt in Köln geschaffen.

„Mit dem Rheinboulevard Köln-Deutz hat Planorama Landschaftsarchitektur einen neuen ‚place to be‘ in Köln geschaffen. Die Aufenthaltsqualität des rechten Rheinufers wurde erheblich gesteigert und es wurde zum neuen Treffpunkt. Urbanes Grün ist prägendes Element unserer Städte. Es übernimmt vielfältige soziale, gesundheitliche, wirtschaftliche, ökologische und klimatische Funktionen, kurz: Grün macht unsere Städte lebenswert. Landschaftsarchitektur übernimmt hierfür eine zentrale Funktion bei der Planung und Gestaltung unserer grünen Infrastruktur.“

Stadttribüne mit Blick auf den Kölner Dom

Der Rheinboulevard erschließt die Deutzer Rheinseite über eine rund 500 Meter lange Treppenanlage. Dadurch entstand eine großzügige Stadttribüne mit direktem Blick auf den Kölner Dom.

Die Jury würdigte insbesondere die klare Gestaltung sowie den sensiblen Umgang mit den historischen Schichten der mehr als 2.000-jährigen Stadtgeschichte. Positiv bewertet wurden zudem der integrierte Hochwasserschutz und die städtebauliche Aufwertung des Rheinufers.

Weitere Auszeichnungen vergeben

Neben dem Hauptpreis wurden neun weitere Projekte in unterschiedlichen Kategorien ausgezeichnet. Dazu zählen unter anderem:

  • Pflanzenverwendung
  • Grüne Infrastruktur als Strategie
  • Quartiersentwicklung und Wohnumfeld
  • Naturschutz und Landschaftserleben
  • Klimaanpassung und Nachhaltigkeit
  • Licht im Freiraum
  • Landschaftsarchitektur im Detail

Zusätzlich wurde ein Sonderpreis vergeben.

Bund stärkt urbane Grünflächen

Das Bundesbauministerium hat das Thema Grün in der Stadt in den vergangenen Jahren zu einem Schwerpunkt der Stadtentwicklungspolitik gemacht. Mit dem Städtebauförderungsprogramm „Zukunft Stadtgrün“ stellt der Bund 50 Millionen Euro für urbanes Grün und grüne Infrastruktur in Quartieren bereit.

Ergänzt werden die Mittel durch weitere 50 Millionen Euro von Ländern und Kommunen. Darüber hinaus wurden im Weißbuch „Stadtgrün“ konkrete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zur Sicherung und Qualifizierung urbaner Grün- und Freiflächen formuliert.

Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen sei die Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten von zentraler Bedeutung, betonte Gunther Adler.

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