Beregnung und Bewässerung

BayWa führt satellitengestützte Bewässerungslösung „VariableRain“ weltweit ein

Die BayWa AG startet die weltweite Markteinführung ihrer satellitengestützten Bewässerungslösung „VariableRain“. Das System berechnet den Wasserbedarf von Nutzpflanzen automatisiert und hilft Landwirten, Ertragseinbußen durch Trockenheit oder Überbewässerung zu vermeiden. Dies führt zu einer effizienteren Nutzung von Wasser- und Energieressourcen.

Automatisierte Bewässerung für nachhaltige Landwirtschaft

Nach einer zweijährigen Pilotphase in Sambia startet die BayWa AG die weltweite Markteinführung ihrer satellitengestützten Bewässerungslösung „VariableRain“. Das System berechnet den Wasserbedarf von Nutzpflanzen automatisiert. Es nutzt dafür Satelliten- und Wetterdaten in Kombination mit dem Pflanzenwachstumsmodell Promet der Vista GmbH aus München.

Landwirte können mit dieser Methode Ertragseinbußen durch anhaltende Trockenheit oder Überbewässerung vorbeugen. Dies führt zu einer Einsparung von Wasser- und Energieressourcen. Gleichzeitig werden Staunässe und Nährstoffauswaschungen vermieden, was das Bodenleben verbessert und die Umwelt schont.

Der außergewöhnlich heiße und trockene Sommer in Europa hat uns eindrucksvoll gezeigt, wie sich extreme Wetterereignisse als Folge des Klimawandels auf die lokale Versorgung mit Grundnahrungsmitteln auswirken können. Zur gleichen Zeit haben wir auf einem Pilotbetrieb in Afrika gezeigt, dass Landwirte auch bei knappen Ressourcen hohe Weizenerträge erzielen können, wenn sie Satellitendaten nutzen.

Dies erklärte Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der BayWa AG.

Erfolgreicher Pilotbetrieb in Sambia

In Sambia ist der Weizenanbau nur in der Trockenzeit unter permanenter Beregnung möglich. Die Wasserversorgung erfolgt über natürliche Reservoirs, die sich während der Regenzeit füllen. Aufgrund von Trockenheit in den letzten Jahren haben sich die Wasservorräte in Sambia reduziert.

Ein Pilotbetrieb hatte 2018 ein Drittel weniger Wasser zur Verfügung als im Vorjahr. Trotz dieser Einschränkung konnte der Betrieb durch gezielte Bewässerung bis zu 25 Prozent mehr Weizen ernten. Dabei wurde weniger Wasser und Energie für den Antrieb der Bewässerungstechnik verbraucht. Die Wassereinsparungen während der Pilotphase lagen zwischen elf und 30 Prozent.

Die in Sambia erprobten Ansätze der satellitenbasierten Bewässerung werden nun auf weitere Regionen in Afrika, Nordamerika und Europa ausgeweitet. Die Landwirtschaft gilt mit einem Anteil von rund 70 Prozent als der weltweit größte Wasserverbraucher. Bis zum Jahr 2050 wird ein Anstieg dieses Wertes auf bis zu 89 Prozent prognostiziert, wobei die Bewässerung als wichtigster Faktor gilt.

09.01.2019

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