Förderung für Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen
Der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. erhält eine Förderung von knapp 64.400 Euro vom Bundesumweltministerium (BMUV). Mit diesen Mitteln wird ein integriertes Klimaanpassungskonzept für das AWO Obdachlosenheim in Potsdam erstellt. Ziel ist es, die Bewohner langfristig besser vor Hitzewellen und Starkregenereignissen zu schützen, die infolge der Klimakrise häufiger auftreten.
Das Projekt wird im Rahmen der Förderrichtlinie "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" (AnpaSo) unterstützt.
Schutz vor Extremwetterereignissen
Langanhaltende Hitzewellen, Starkregenereignisse und Hochwasser treten in Folge der Klimakrise immer häufiger auf. Wohnungslose Menschen sind diesen gesundheitsgefährdenden Extremwettern oft ungeschützt ausgesetzt. Ohne schützendes Dach über dem Kopf können Kälte, aber auch Hitze und Regen lebensbedrohlich sein. Einrichtungen wie die AWO-Unterkunft für Obdachlose in Potsdam sind daher wichtige Rückzugsorte. Mit unserer Förderung unterstützen wir soziale Einrichtungen dabei, Maßnahmen gegen diese Klimafolgen umzusetzen. Unser Ziel ist die systematische Vorsorge: Unterschiedliche Klimarisiken erfordern jeweils angepasste Maßnahmen. Die besten Lösungen dafür liefert häufig die Natur – zum Beispiel begrünte Dächer und Fassaden. Bäume und Sträucher auf dem Gelände spenden außerdem Schatten, sorgen für Abkühlung und filtern die Luft. Das sorgt langfristig für bessere Wohn- und Betreuungsbedingungen.
Die Räumlichkeiten des AWO Obdachlosenheims in Potsdam heizen sich in den Sommermonaten stark auf, und auch das Außengelände ist hoher Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Dies führt zu einer starken Hitzebelastung für die betreuten Menschen. Bei Starkregenereignissen kommt es zudem zu Überschwemmungen im Außenbereich. Diese klimatischen Auswirkungen beeinträchtigen stabilisierende Alltagsaktivitäten und Unterstützungsleistungen für die Bewohner.
Naturbasierte Lösungen für Klimaresilienz
Der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. plant, die Gebäude und Außenflächen des Obdachlosenheims klimaresilienter und nutzbarer zu gestalten. Dies soll insbesondere durch naturbasierte Kühlungs- und Verschattungsmaßnahmen wie schattenspendende Pflanzungen und Begrünungen erreicht werden. Die Grundlage dafür bildet eine umfassende Planung und Konzepterstellung, in die die Bewohner der Einrichtung aktiv eingebunden werden.
Die BMUV-Förderrichtlinie "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" (AnpaSo) richtet sich bundesweit an Kommunen, gemeinnützige Vereinigungen sowie Organisationen und Unternehmen im Gesundheits-, Pflege- und Sozialsektor. Das Bundesumweltministerium fördert ganzheitliche Klimaanpassungskonzepte, die Umsetzung von konzeptbasierten und vorbildhaften investiven Maßnahmen sowie die Einstellung von Klimaanpassungsbeauftragten in Sozial- und Wohlfahrtsverbänden.
Gefördert werden dabei vor allem Maßnahmen zur Klimaanpassung, die gleichzeitig dem Klimaschutz, der Biodiversität, der Speicherung von Regenwasser, der Verbesserung der Luftqualität oder dem Lärmschutz dienen. Solche naturbasierten Maßnahmen, wie Gründächer, Bepflanzungen, Entsiegelungen oder die Anlage von Wasserflächen, tragen sowohl zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen der Klimakrise als auch zum natürlichen Klimaschutz bei.
