Auszeichnung für herausragende Leistungen
Ferdinand Keidel hat seine Ausbildung zum Tierwirt der Fachrichtung Imkerei als bundesweit Bester abgeschlossen. Der 20-Jährige absolvierte seine Ausbildung am Fachzentrum Bienen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG). Die Abschlussprüfung legte er vor der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Celle ab.
Sein Ausbilder, Imkermeister Egbert Roth, und der Leiter des Fachzentrums Bienen, Dr. Stefan Berg, begleiteten ihn dabei.
Die Imkerei als Teil der Landwirtschaft
Die Imkerei ist ein anerkannter Ausbildungsberuf und ein Bestandteil der Landwirtschaft. Die Ausbildung zum Tierwirt der Fachrichtung Imkerei dauert drei Jahre und schließt mit einer theoretischen und praktischen Prüfung ab.
Praktische Tätigkeiten im Imkerberuf
Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Arbeit mit Bienen. Dazu gehören die Pflege der Bienenvölker, die Aufzucht von Königinnen und die Bildung von Jungvölkern. Die Produktion von Honig, Wachs und weiteren Bienenprodukten bildet die Grundlage für eine wirtschaftliche Berufsimkerei. Der Beruf erfordert zudem praktische Fähigkeiten, beispielsweise im Bau von Bienenkästen.
Ausbildung und Berufsperspektiven
In Bayern bieten acht anerkannte Betriebe die Ausbildung zum Imker an. Die Berufsschule für Auszubildende aus ganz Deutschland befindet sich in Celle, Niedersachsen. Dort legen die Auszubildenden auch ihre Abschlussprüfung ab.
Das Interesse an der Imkerei nimmt seit einigen Jahren zu. In Bayern gibt es aktuell 34.000 Imker. Während viele Freizeitimker wenige Völker betreuen, existieren auch Berufsimkereien mit mehreren hundert Bienenvölkern. Nach der Ausbildung können Absolventen den Weg in die Selbstständigkeit wählen oder in großen Berufsimkereien mitarbeiten. Nach mindestens zwei Jahren Berufspraxis besteht die Möglichkeit, die Meisterprüfung abzulegen.
