Hohe Auslastung und stabile Aufträge sichern positive Branchenperspektiven
Die wirtschaftliche Lage im Garten- und Landschaftsbau zeigt sich weiterhin robust. Trotz einer allgemeinen konjunkturellen Abschwächung bewerten die Unternehmen ihre aktuelle Situation und die kurzfristigen Aussichten überwiegend positiv. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) hervor.
Rund 97 Prozent der befragten Betriebe schätzen die Branchenentwicklung als gut ein. Auch die Auftragslage bleibt stabil: Mehr als 94 Prozent der Unternehmen berichten von einer gleichbleibenden oder verbesserten Situation im Vergleich zum Vorjahr.
Hohe Auslastung sorgt für Planungssicherheit
Die Betriebe im Garten- und Landschaftsbau arbeiten weiterhin auf einem hohen Auslastungsniveau. Im Bereich Pflege sind die Kapazitäten durchschnittlich für rund 14 Wochen ausgelastet. Im Neubau liegt die Auslastung sogar bei etwa 19 Wochen.
Diese langfristige Auftragslage bietet den Unternehmen eine solide Grundlage für ihre betriebliche Planung. Gleichzeitig weist die Branche darauf hin, dass steigende Kosten die wirtschaftliche Situation differenziert betrachten lassen.
„Das aktuelle Stimmungsbild zu den wirtschaftlichen Aussichten der Galabau-Branche ist im Gegensatz zu anderen Branchen weiterhin positiv. Wir sind trotz der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen vor denen Deutschland steht, optimistisch, dass die Betriebe des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus auch in Zukunft als starker Wirtschaftsmotor agieren und gute Zukunftsperspektiven haben.“
Kostenentwicklung bleibt Herausforderung
Trotz stabiler Umsätze stehen viele Betriebe unter Druck durch steigende Preise bei Vorleistungen. Insbesondere Materialkosten und andere betriebliche Aufwendungen wirken sich zunehmend auf die Gewinnsituation aus.
Damit zeigt sich: Eine gute Auftragslage bedeutet nicht automatisch steigende Erträge. Für Unternehmen im Garten- und Landschaftsbau bleibt eine wirtschaftlich effiziente Projektabwicklung entscheidend.
Positive Perspektiven bis 2030
Auch mit Blick auf die kommenden fünf Jahre bleibt die Branche optimistisch. Rund 59 Prozent der Befragten bewerten die zukünftige Entwicklung als gut oder sehr gut, weitere 36 Prozent als befriedigend. Damit liegt die Einschätzung leicht unter dem Niveau vorheriger Erhebungen, bleibt aber insgesamt stabil.
Parallel dazu zeigt sich eine steigende Preisentwicklung im Markt, die die wirtschaftliche Dynamik zusätzlich beeinflusst.
„Diese Entwicklung im GaLaBau ist natürlich erfreulich. Trotzdem müssen wir die gesamtwirtschaftliche Entwicklung weiter beobachten. Und: Insbesondere dem Klimaschutz und der Gestaltung artenreicher Gärten und Parkanlagen wird in Zukunft eine noch stärkere Bedeutung zukommen. Hier müssen wir unsere Anstrengungen und unsere Überzeugungsarbeit für fachgerecht gepflegte Grünanlagen weiter intensivieren“
Klimaschutz und Biodiversität gewinnen an Bedeutung
Langfristig sieht die Branche vor allem in nachhaltigen Konzepten große Chancen. Themen wie Klimaanpassung, biodiversitätsfördernde Pflanzungen und die qualifizierte Pflege von Grünanlagen werden zunehmend zu zentralen Aufgabenfeldern im Garten- und Landschaftsbau.
Die aktuelle Konjunkturumfrage bestätigt damit: Die Branche bleibt wirtschaftlich stabil und gleichzeitig gefordert, sich strategisch auf neue Anforderungen auszurichten.
