Strategische Allianz für mehr Grün in Städten
Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und der Bund deutscher Baumschulen (BdB) haben eine strategische Partnerschaft beschlossen. Diese Entscheidung wurde auf einer gemeinsamen Präsidiumssitzung in Düsseldorf am 24. September 2015 getroffen.
Ziel der Kooperation ist es, durch eine intensivere Vernetzung und gemeinsame Aktionen relevante Themen für beide Verbände gezielt zu bearbeiten. Dies betrifft insbesondere den politischen Bereich.
Ein aktueller Fokus liegt auf dem von der Bundesregierung initiierten Prozess für mehr Grün in den Städten, der durch das Grünbuch „Stadtgrün“ angestoßen wurde.
Unserem Engagement für ‚Urbanes Grün‘ können wir so noch mehr Gewicht geben.
erklärt August Forster, Präsident des BGL. Auch der BdB sieht in der strategischen Partnerschaft Chancen.
Wir haben einen großen Fundus an gemeinsamen politischen Anliegen. Durch unsere strategische Partnerschaft können wir uns aus unterschiedlichen Blickwinkeln thematisch ergänzen.
so Helmut Selders, Präsident des BdB.
Pflanzenverwendung als gemeinsames Zukunftsthema
Neben der politischen Lobbyarbeit haben beide Verbände das Themenfeld „Pflanzenverwendung“ auf ihre gemeinsame Agenda gesetzt.
Ein ebenfalls für die Zukunft unserer beiden Branchen wichtiges Arbeitsfeld liegt im Bereich der Pflanzen und Sortimente. Landschaftsbau und Baumschulwesen sind traditionell ideale Partner. Deshalb wollen wir auch auf diesem Feld unsere Anstrengungen im Sinne und zum Wohle unserer Berufsstände ausbauen.
betont August Forster.
Die Pflanzenauswahl ist so vielfältig. Gärten können auf diese Weise als echtes Juwel gestaltet werden. Wir wollen mit dem Themenfeld ‚Pflanzenverwendung‘ bewusst einen Kontrapunkt zu dem fatalen Trend der Kies- und Schottergärten setzen.
ergänzt Helmut Selders.
Engere Abstimmung in Berlin
Im Rahmen ihrer strategischen Partnerschaft werden BGL und BdB ihre politische Arbeit in Berlin enger verzahnen und koordinieren. Geplant sind gemeinsame Parlamentarische Abende sowie die Einrichtung eines gemeinsamen Arbeitskreises.
Zudem vereinbarten beide Präsidien einen regelmäßigen Austausch auf Ebene der Präsidien und der Geschäftsführer. Dies soll eine frühzeitige Abstimmung gemeinsamer Positionen ermöglichen und die Interessen beider Branchen gegenüber Politik und Öffentlichkeit wirksamer vertreten.