Bioland fördert Artenvielfalt in der Landwirtschaft

Naturschutz

Die konventionelle Landwirtschaft bedroht die Artenvielfalt. Bioland setzt auf ökologischen Landbau, um dem entgegenzuwirken. Durch den Verzicht auf Pestizide und gezielte Maßnahmen wie Heckenpflanzungen wird Lebensraum für Tiere geschaffen.

Biolandbau als Motor für biologische Vielfalt

Der Biolandbau leistet einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Auf Bioäckern finden sich mehr Wildkräuter, und es brüten dort mehr Feldvögel. Bioland-Bauern verzichten auf chemisch-synthetische Pestizide. Sie pflanzen Hecken und säen Wildblumenstreifen, die Lebensraum für zahlreiche Tierarten bieten. Die organisch-biologische Wirtschaftsweise reduziert zudem Nährstoffüberschüsse und Bodenerosion, was Gewässer und deren Lebewesen schützt. Ein Teil der Ostsee ist bereits biologisch tot.

Die Überdüngung durch die konventionelle Landwirtschaft gilt als Hauptursache. Sie ist für 77 Prozent der Stickstoffeinträge und 63 Prozent der Phosphoreinträge verantwortlich. Bioland hat eine Naturschutzberatung etabliert, um den Ausbau der biologischen Vielfalt zusätzlich zu fördern. Mit Bioland-Betrieben wird ein individueller Kulturlandplan erarbeitet.

Der Kulturlandplan als Instrument des Artenschutzes

Dieser Naturschutzplan betrachtet den gesamten Betrieb und schlägt konkrete Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt vor. Die Maßnahmen reichen vom Anlegen von Blühstreifen am Ackerrand über die Pflege und Neuanlage von Hecken bis zum gezielten Schutz von Feuchtbiotopen. Auch an Wohngebäuden und Ställen wird die Artenvielfalt unterstützt, beispielsweise durch das Aufhängen von Nistkästen.

Als Ergebnis erhalten Bioland-Betriebe ein abgestimmtes Paket von Naturschutzmaßnahmen, das die betriebliche und landschaftliche Situation sowie persönliche Interessen berücksichtigt.

Der Kulturlandplan hilft dem Landwirt, Naturschutzbelange einfacher in seinem Betriebsablauf zu berücksichtigen und sein Potential für mehr Artenschutz zu nutzen.

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