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Bioland erzielt hervorragendes Ergebnis bei erster Gemeinwohlbilanz

Bioland hat als erster landwirtschaftlicher Verband eine Gemeinwohlbilanz erstellt, die sich an den Prinzipien der Gemeinwohl-Ökonomie orientiert. Das erste Audit schloss Bioland mit einem hervorragenden Ergebnis von 488 Punkten ab, was die umfassende Nachhaltigkeitsphilosophie des Verbandes unterstreicht.

Erfolgreiche Premiere: Bioland als Vorreiter der Gemeinwohl-Ökonomie

Bioland hat als erster landwirtschaftlicher Verband eine Gemeinwohlbilanz erstellt. Diese Evaluierung orientiert sich an den Prinzipien der Gemeinwohl-Ökonomie, einem Wirtschaftsmodell, das ökologisches und sozial nachhaltiges Unternehmertum bewertet und fördert. Die Bilanz dokumentiert den Beitrag eines Unternehmens zum Gemeinwohl, insbesondere in Bezug auf Gesellschaft, Mitarbeiter und Umwelt.

Jan Plagge, Präsident von Bioland, betont die umfassende Nachhaltigkeitsphilosophie des Verbandes:

"Bioland steht für Tier-, Umwelt-, Klima- und Naturschutz sowie für hochwertige Lebensmittel. Doch das genügt uns nicht, zu Nachhaltigkeit gehört mehr: soziale Verantwortung, zufriedene MitarbeiterInnen und ethisches Finanzmanagement zum Beispiel.“

Das erste Audit schloss Bioland mit einem Gesamtergebnis von 488 Punkten ab. Die Skala reicht dabei von -2880 bis +1000 Punkten. Regina Sörgel, eine der verantwortlichen Auditorinnen für Gemeinwohl-Ökonomie, bewertet dies als ein hervorragendes Ergebnis für das erste Audit einer Organisation dieser Größenordnung.

Besonders positiv fielen bei Bioland die Bereiche der ökologischen Gestaltung, der Sinn und die gesellschaftliche Wirkung der Produkte und Dienstleistungen auf. Höchstpunktzahlen erreichte der Verband zudem beim ethischen Finanzmanagement, der gemeinwohlorientierten Gewinnverteilung und den ethischen Kundenbeziehungen.

Trotz des positiven Ergebnisses sieht Jan Plagge die Bilanz als Ausgangspunkt für weitere Entwicklungen:

„Natürlich freuen wir uns über das tolle Ergebnis, doch geht es bei der Gemeinwohlbilanz nicht darum eine Urkunde zu haben und sich darauf auszuruhen. Vielmehr zeigt sie uns, wo wir stehen und wo Anknüpfungspunkte für Verbesserungen für mehr Gemeinwohl sind.“

Als konkreten Ansatzpunkt für Verbesserungen nennt der Verband die Weiterentwicklung der Prozesse im ethischen Beschaffungsmanagement. Das aktuelle Testat ist für zwei Jahre gültig; eine erneute Auditierung ist für das Jahr 2017 vorgesehen.

23.12.2015

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