Historische Pflanzen im Botanischen Garten
Der Korallenstrauch findet sich bereits in einem Gartenführer von 1823. Mündlichen Berichten zufolge soll eine der heute im Botanischen Garten zu sehenden Pflanzen noch aus der Zeit der Großherzöge stammen.
Korallensträucher können tatsächlich über 100 Jahre alt werden – und sind dann immer noch blühfreudig. Ob dieser Strauch noch aus großherzoglicher Zeit stammt, können wir aber nicht sicher sagen.
Dies erklärt Thomas Huber, der Leiter des Botanischen Gartens. Die übrigen Sträucher wurden vor etwa 30 Jahren ausgesät.
Wissenswertes zum Korallenstrauch
Der Erythrina crista-galli, so der wissenschaftliche Name der Kübelpflanze, stammt ursprünglich aus Südamerika, genauer aus der Gegend von Brasilien und Argentinien. In den Sommermonaten stehen die Kübel mit den auffälligen Blüten vor dem alten Orangeriegebäude.
Alle Teile der Pflanze sind giftig und nicht zum Verzehr geeignet. An Ästen, Zweigen und sogar an den Blattunterseiten besitzt der Strauch kleine Dornen in Widerhakenform, deren Kontakt zu vermeiden ist.
Pflegehinweise
Der Korallenstrauch gilt als pflegeleicht. Im Sommer benötigt er einen vollsonnigen Platz mit guter Wasserversorgung. Staunässe verträgt die Pflanze jedoch schlecht. Aufgrund des enormen Triebwachstums im Frühling und Sommer hat sie einen hohen Nährstoffbedarf. Zur Versorgung der bis zu einem Meter langen Triebe kann regelmäßig Flüssigdünger oder organischer Depot-Dünger verwendet werden.
Die Überwinterung
Nach der Blüte im Juni und Juli werden die Triebe der Pflanzen um zwei Drittel gekürzt. Im Botanischen Garten wird so oft eine weitere Blüte im September oder Oktober erreicht. Danach geht der Hahnenkammbaum in eine Art Winterschlaf.
Im Herbst werden alle Triebe bis zum Stamm zurückgeschnitten. Der knorrige Stamm kann bei Temperaturen zwischen sechs und acht Grad überwintert werden. Zwischen November und März benötigt der Strauch weder Licht noch Wasser. Ab März kommt die Pflanze wieder ans Licht und wird leicht gegossen. Sobald die ersten Triebe sichtbar sind, wird mit der Düngung begonnen.
