Beetpflanzen und Gehölze

Blühpflanzen für Beet und Balkon: Beitrag zur Artenvielfalt

Attraktive Blühpflanzen aus dem Fachhandel bieten Insekten hochwertige Nahrung und tragen zur Artenvielfalt bei. Gartenbauliche Versuche bestätigen, dass gezüchtete Blühpflanzen Bienen und Hummeln helfen können. Sie ergänzen Wildblumen, besonders in den Monaten, in denen diese weniger Nahrung bieten.

Insektenfreundliche Blühpflanzen: Mehr als nur Ästhetik

Insekten profitieren von einer Vielfalt an Beet- und Balkonpflanzen. Neben Wildblumen bieten auch die attraktiven Blühpflanzen aus dem Fachhandel hochwertige Insektennahrung. Gartenbauliche Versuche bestätigen dies. Wer Bienen, Hummeln und anderen Insekten helfen möchte, leistet mit gezüchteten Blühpflanzen einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt.

Eine Blüte mit sichtbaren Staubbeuteln, die reichlich Nektar und Pollen bietet, dient als Futterquelle, unabhängig von ihrer geografischen Herkunft. Dies gilt auch für züchterisch bearbeitete Blühpflanzen. Eine Versuchsreihe der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Heidelberg zeigte, dass verschiedene Züchtungen von Salbei (Salvia) und Zweizahn (Bidens) als Futterpflanzen dienen, wenn auch in unterschiedlichem Maße. Honigbienen bevorzugten beispielsweise weiße Bidens-Blüten, die in der Natur nicht vorkommen.

Zierpflanzengärtner berücksichtigen solche Erkenntnisse bei der Sortenauswahl. Sie vermehren Pflanzen, die sowohl attraktiv sind als auch der Artenvielfalt zugutekommen. Zierpflanzen haben gegenüber ihren wilden Verwandten den Vorteil einer langanhaltenden Blüte. Sie ergänzen Wildblumen, die im Sommer und Herbst weniger Nahrung bieten.

Die Auswahl an geeigneten Dauerblühern ist umfangreich. Versuche zeigten den stärksten Insektenbeflug an Pflanzen der Gattungen Wolfsmilch (Euphorbia), Duftsteinrich (Lobularia) und Fächerblume (Scaevola). Beliebt waren auch Zweizahn (Bidens), Strohblume (Bracteantha), Sonnenhut (Echinacea), Storchschnabel (Geranium), Männertreu (Lobelia), Elfenspiegel (Nemesia) und Studentenblume (Tagetes). Auch das Wandelröschen (Lantana) zieht mit seinem Nektar Bienen und Schmetterlinge an.

Versuche in Stuttgart, in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim, belegten, dass Pflanzkübel mit Beet- und Balkonpflanzen auch in innerstädtischen Bereichen Bestäuber anlocken. Selbst in stark versiegelten Gebieten fanden Insekten, darunter viele Wildbienen, den Weg zu den Blüten. Somit kann auch in der Stadt ein Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt geleistet werden.

Tipps für üppige Blütenpracht und Insektenfreundlichkeit

Dauerblüher für Beet und Balkon benötigen eine gute Versorgung, um die gesamte Saison über zu blühen. Folgende Tipps unterstützen eine anhaltende Blütenpracht:

  1. Pflanzen genügend Platz geben: Beet- und Balkonpflanzen wachsen schnell und benötigen ausreichend Raum. Balkonkästen oder Töpfe sollten nicht zu klein sein, und Pflanzen im Beet nicht zu dicht gesetzt werden. Der Platzbedarf für ausgewachsene Pflanzen ist oft auf dem Etikett angegeben.
  2. Sorten zum Standort auswählen: Es gibt Pflanzen für sonnige und schattige Standorte. Die Auswahl sollte den Gegebenheiten angepasst werden. Der gärtnerische Fachhandel bietet Beratung, um Verbrennungen oder mangelnde Blütenbildung durch Lichtmangel zu vermeiden.
  3. Gleichmäßig gießen: Sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser schadet den Pflanzen. Sie sollten weder austrocknen noch Staunässe erleiden. Abzugslöcher in Gefäßen und eine Drainageschicht, beispielsweise aus Tonscherben oder Blähton, können Staunässe verhindern.
  4. Kontinuierlich düngen: Ein hochwertiger Langzeitdünger, der bereits beim Pflanzen in die Erde gemischt wird, versorgt die Pflanzen über mehrere Wochen mit Nährstoffen.
  5. Verblühtes entfernen: Das Entfernen verblühter Blüten fördert die Knospenbildung. Bildet eine Pflanze Samen, nimmt die Blühfreude in der Regel ab. Wenn neue Knospen direkt neben verwelkten Blüten sitzen, können diese mit den Fingern entfernt werden. Ist die gesamte Pflanze verblüht, kann sie komplett zurückgeschnitten werden.

11.05.2021

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