Kooperation stärkt naturnahe Grünraumgestaltung und ökologische Pflegekonzepte
Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. und der Verein NATUR im GARTEN Deutschland e.V. haben eine Kooperationsvereinbarung zur Förderung naturnaher Grünräume unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist die stärkere Ökologisierung von Gärten, Freianlagen und kommunalen Grünflächen.
Im Mittelpunkt stehen Konzepte für die Gestaltung und Pflege von Gärten ohne chemisch-synthetische Pestizide, ohne chemisch-synthetische Dünger und ohne Torf. Ergänzend sollen Naturgartenelemente und Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt stärker in den Fokus rücken.
„Mit der Kooperationsvereinbarung mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. und seinen Mitgliedern hat NATUR im GARTEN einen professionellen Partner an der Seite, um gemeinsam biologische Vielfalt zu fördern und Wohlfühlbereiche zu schaffen, die die Lebensqualität für die Menschen in ihren Gärten und in den Kommunen erhöht“, erklärt Friedlinde Gurr-Hirsch, Präsidentin des Vereins NATUR im GARTEN Deutschland e.V.
Die Vereinbarung wurde von Friedlinde Gurr-Hirsch sowie Martin Joos, Vorstandsvorsitzender des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V., unterzeichnet.
Fokus auf ökologische Pflege und Biodiversität
Die Partner wollen künftig enger beim Erfahrungs- und Wissensaustausch zu aktuellen Themen in Privatgärten und Kommunen zusammenarbeiten. Schwerpunkte bilden dabei ökologische Pflegekonzepte, Torffreiheit, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sowie die Förderung der Biodiversität.
Geplant sind zudem gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten, um naturnahe Gartenkonzepte und vielfältige Grünräume stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Für den Garten- und Landschaftsbau eröffnet die Kooperation zusätzliche Impulse für nachhaltige Planungs- und Pflegekonzepte.
Netzwerk für naturnahe Gärten wächst weiter
Die Bewegung NATUR im GARTEN ist inzwischen in mehreren Regionen Deutschlands aktiv. Dazu zählen Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, die Region Weserbergland in Nordrhein-Westfalen sowie die Bodenseegärten in Baden-Württemberg.
Die Kernkriterien der Initiative sehen vor, dass Gärten und Grünräume ohne chemisch-synthetische Pestizide, ohne chemisch-synthetische Dünger und ohne Torf gestaltet und gepflegt werden. Gleichzeitig wird großer Wert auf naturnahe Gestaltungselemente und Artenvielfalt gelegt.
Mit der Plakette NATUR im GARTEN werden Gartenbesitzer ausgezeichnet, die ihre Gärten entsprechend bewirtschaften. Interessierte erhalten Beratung und Unterstützung auf dem Weg zum ökologisch gestalteten Garten.
Auch Gemeinden werden in das Netzwerk eingebunden, um naturnahe Grünraumgestaltung regional stärker zu fördern. Die European Garden Association „Natur im Garten International“ hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 20.000 Plaketten an Naturgärtnerinnen und Naturgärtner verliehen.

