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Deutsche Industrie verzeichnet Wachstum im September

Der deutsche Industriesektor verzeichnete im September ein stärkeres Wachstum als in den Vormonaten. Der Markit/BME Einkaufsmanager Index stieg auf 54,3 Zähler und liegt damit den 22. Monat in Folge über der Wachstumsschwelle. Dies ist der beste Wert seit Anfang 2014.

Auftragseingang als Wachstumstreiber der deutschen Industrie

Die wesentlichen Wachstumsimpulse im September resultierten aus dem Auftragseingang. Sowohl global agierende Unternehmen als auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verzeichneten hier das höchste Plus seit zweieinhalb Jahren. Dies ist maßgeblich auf eine gestiegene Auslandsnachfrage, insbesondere aus Asien und den USA, zurückzuführen. Der Teilindex für Exportaufträge erreichte den höchsten Stand seit Anfang 2014.

Infolgedessen wurde die Produktion in gleichem Maße ausgeweitet wie im August. Unternehmen in den Bereichen Konsum-, Vorleistungs- und Investitionsgüter produzierten mehr als im Vormonat.

Der erneute Anstieg des EMI zeigt deutlich, dass die deutsche Wirtschaft den zahlreicher werdenden globalen Krisen weiter erfolgreich trotzt. Die Robustheit der Konjunktur lässt uns optimistisch in das 4. Quartal blicken.

Dies betonte Dr. Christoph Feldmann, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME).

Allen Unkenrufen zum Trotz behauptet sich der EMI und kann zuletzt sogar wieder Fahrt aufnehmen. Wir fühlen uns mit unserer optimistischen Prognose des deutschen Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 1,8 Prozent in diesem und 1,6 Prozent im nächsten Jahr (jeweils arbeitstäglich bereinigt) bestätigt.

Erklärte Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, und fasste zusammen: „Es läuft.“

Optimismus in der Weltwirtschaft und positive Aussichten

Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, stellte fest, dass die Stimmung in der deutschen Wirtschaft von einem Optimismus in der Weltwirtschaft getragen wird. Außer in Asien sei die Stimmung bei Unternehmenslenkern weltweit besser als im Sommer. Dies gelte insbesondere für die USA, einen der Haupt-Handelspartner Deutschlands. Auch die Kapitalflüsse in die Schwellenländer nähmen wieder zu, was dort die Konjunktur belebe. Kater sprach von einem „schönen Zwischenhoch im Herbst“.

Dr. Dirk Schlotböller, Konjunkturexperte des DIHK, kommentierte die EMI-Daten ebenfalls positiv: „Die Konjunktur zeigt sich bemerkenswert robust.“ Die Auftragslage entwickle sich gut, und die Auslandsbestellungen erholten sich nach einer Schwächephase im Sommer. „Die steigende Nachfrage geht auch mit einer Erholung der Preise einher – und das sowohl beim Einkauf als auch beim Absatz“, so Schlotböller.

Hintergrund des Markit/BME Einkaufsmanager Index (EMI)

Der Markit/BME Einkaufsmanager Index (EMI) bietet einen Überblick über die konjunkturelle Lage in der deutschen Industrie. Der Index wird seit 1996 unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) veröffentlicht. Erstellt wird er von IHS Markit, einem Anbieter von Unternehmens-, Finanz- und Wirtschaftsinformationen.

Die Grundlage des EMI bildet eine Befragung von 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland. Diese Auswahl ist nach Branche, Größe und Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft. Der EMI orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager´s Index (Markit U.S.-PMI).

06.10.2016

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