Die Grüne Stadt

BMUV-Aktionsprogramm und die Rolle der Baumschulen bei der Umsetzung

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) begrüßt das Eckpunktepapier „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“ des BMUV. Der Verband betont die zentrale Bedeutung der Baumschulen für die erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen, insbesondere bei der Förderung von Stadtbäumen und Stadtgrün.

Baumschulen als Schlüssel zur Klimaresilienz urbaner Räume

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. begrüßt das Eckpunktepapier „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV). Gleichzeitig betont der Verband die zentrale Bedeutung der Baumschulen für die erfolgreiche Umsetzung der darin enthaltenen Maßnahmen.

Wir fordern bereits seit Längerem ein bundesweites Sofortprogramm zur Anpflanzung von 1 Million Straßenbäumen. Denn nur mit der Stärkung der grünen Infrastruktur können urbane Räume klimaresilient und damit weiterhin lebenswert gestaltet werden. Daher freut es uns sehr, dass das Aktionsprogramm des BMUV unsere Forderungen aufgenommen hat.

Dies erklärte BdB-Präsident Helmut Selders. Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz des BMUV sieht unter anderem die Förderung der Pflanzung von Stadtbäumen und Stadtgrün vor. Weitere Schwerpunkte sind Forschung, Kompetenzaufbau sowie der Dialog und die Partizipation relevanter Akteure.

Fachgerechte Umsetzung erfordert Expertise der Baumschulen

Der BdB verweist auf die besondere Rolle der Baumschulen als Gehölzproduzenten bei der Realisierung des Eckpunktepapiers.

Wir begrüßen die Entscheidung für mehr Straßenbäume und Gehölze in Städten sehr, klar ist aber auch, die Entscheidung muss fachgerecht in Zusammenarbeit mit den Baumschulen umgesetzt werden. Denn in den Baumschulen finden sie die Expertise, die dafür gebraucht wird.

So BdB-Präsident Helmut Selders weiter. Damit Gehölze ihre klima- und schadstoffregulierenden Funktionen voll entfalten können, ist der Einsatz standortgerechter Pflanzen notwendig. Diese müssen den spezifischen Umweltbedingungen am Verwendungsort standhalten, vital wachsen, resilient sein und zur Förderung der Biodiversität beitragen.

Die Nachfrage nach Baumschulprodukten ist derzeit hoch und steigt kontinuierlich. Daher ist es aus Sicht des BdB unerlässlich, die politischen Rahmenbedingungen anzupassen, um die Baumschulbranche zu stärken und die deutsche Gehölzproduktion im kommenden Jahrzehnt zu sichern.

Anforderungen zur Sicherstellung der Gehölzversorgung

Um die Nachfrage nach Straßenbäumen und Stadtgrün durch die Baumschulen dauerhaft und adäquat decken zu können, sind folgende Anforderungen zu erfüllen:

  • Anerkennung der Sortimentsbreite anstelle einer ausschließlichen Fokussierung auf heimische oder gebietseigene Gehölze.
  • Förderung neuartiger Züchtungsmethoden wie CRISPR/Cas.
  • Förderung der Gehölzforschung durch einen Stiftungslehrstuhl des Bundes.
  • Förderung mehrjähriger Modell-Demonstrationsvorhaben als Praxisversuche zur Verwendungstauglichkeit.

Zudem sollte frühzeitig der Dialog mit den Baumschulen gesucht werden, um eine Beauftragung mehrere Vegetationsperioden vor der Auslieferung zu ermöglichen.

31.03.2022

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