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Aktionsbündnis Stop-Fossil initiiert Kampagne zur Reduzierung fossiler Energien

Das Aktionsbündnis Stop-Fossil startet eine Kampagne zur Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energien. Ziel ist die schrittweise Reduzierung russischer Importe und ein vollständiger Ausstieg zugunsten erneuerbarer Energien. Eine Web-App unterstützt Nutzer bei der CO2-Einsparung.

Kampagnenziele und digitale Unterstützung

Das Aktionsbündnis Stop-Fossil ruft zu einer Kampagne auf, um die Abhängigkeit von fossilen Energien zu verringern. Ziel ist es, im ersten Schritt die Importe von Gas, Öl und Kohle aus Russland um ein Drittel zu reduzieren. Langfristig soll ein vollständiger Ausstieg aus fossilen Energieträgern zugunsten einer 100 % erneuerbaren Energieversorgung erreicht werden.

Zur Unterstützung dieser Ziele stellt das Bündnis eine Web-App in einer Betaversion bereit. Diese App bietet etwa 30 Maßnahmen zur CO2-Einsparung. Sie berücksichtigt dabei nicht nur Heizung und Strom, sondern auch Bereiche wie Mobilität, Konsum und Dienstleistungen.

Viele Menschen fühlen sich angesichts des Ukraine Krieges ohnmächtig. Und doch kann jetzt jede und jeder etwas tun, in dem mit Hilfe der kostenlosen App das persönliche Energieeinsparpotenzial ausgeschöpft wird. Jede Person kann in ihrem Bekanntenkreis für die Aktion werben und mithelfen, die Finanzierung des Ukrainekrieges mit mehr als 100 Millionen Euro, die wir monatlich für russische Energie bezahlen, auszutrocknen.

Die App sammelt die Beiträge der Nutzer, und der Fortschritt der gemeinsamen Anstrengungen wird auf der Kampagnenseite visualisiert. Dies soll auch der Politik signalisieren, dass die Gesellschaft bereit ist, den Weg zu 100 % erneuerbaren Energien zu beschreiten.

Einsparpotenziale und langfristige Ziele

Die gesamten Energieimporte aus Russland decken rund 30 Prozent des deutschen Energiebedarfs. Dies entspricht jährlich 975 Terawattstunden und verursacht 280 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2). Wenn jede Person in Deutschland 1,1 Tonnen CO2 pro Jahr einspart, könnte ein Drittel der russischen Energieimporte vermieden werden. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß pro Person und Jahr liegt derzeit bei etwa 11 Tonnen.

Für das langfristige Ziel einer erneuerbaren Energieversorgung plant das Aktionsbündnis im zweiten Schritt eine Kampagne mit Partnern aus Wissenschaft, Politik, Friedens- und Umweltschutz.

Das Bündnis bietet die entwickelte App interessierten Organisationen, Kommunen und Unternehmen an, um sie in deren Aktivitäten zu integrieren. Die Erfolge beim Ausstieg aus fossilen Energien sollen auch für einzelne Kommunen darstellbar sein.

Das Aktionsbündnis Stop-Fossil entstand aus einem Kern von etwa zehn Aktiven aus der Energie- und Umweltbewegung. Für die Umsetzung der Kampagne werden noch Träger, Aktionspartner und Unterstützer gesucht.

31.03.2022

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