Branchenverbände

Branchenkonjunktur im Land- und Baumaschinenhandel Ende 2023 deutlich abgeschwächt

Die Branchenkonjunktur im Land- und Baumaschinenhandel und -handwerk verzeichnete im vierten Quartal 2023 ein negatives Ergebnis. Der Branchenumsatz sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent, was auf eine Umfrage des Bundesverbands LandBau-Technik zurückzuführen ist.

Umsatzrückgang im Maschinenhandel bei steigenden Kosten – eine Analyse

War es bisher nur die Warnung vor einer fatalen Entwicklung, stehen wir heute trotz abnehmender Kostenzuwächse vor einer ganz schwierigen Situation: Noch nie war der Abstand von Umsatz- zu Kostenentwicklung so groß und das leider zu Ungunsten der Umsatzseite.

Dies resümiert Ulrich Beckschulte von der Fachberatungs- und Informationsstelle (FIS) im LandBauTechnik-Bundesverband. Der Maschinenhandel war mit einem Rückgang von 3,8 Prozent der größte Verlierer. Werkstatt- (+6,5 Prozent) und Teileumsatz (+5,7 Prozent) hingegen wuchsen weiter.

Die Kostenentwicklung zeigte sich mit einem Anstieg von 6,7 Prozent beim Personal und 5,2 Prozent bei den Betriebskosten leicht gebremst, blieb jedoch hoch. Eine weitere Herausforderung stellt die Situation in den Maschinenlagern dar, wo sich Neu- und zunehmend auch Gebrauchttechnik ansammelt. Der schleppende Abfluss dieser Bestände führt bei gestiegenen Zinsen zu erheblichem Druck auf die Liquidität der Fachbetriebe.

Der Beschäftigtenstand stieg im vierten Quartal 2023 leicht um 1,8 Prozent. Die Investitionsneigung war in diesem Zeitraum ausgeglichen.

Pessimistische Umsatzerwartungen für die Zukunft

Die Umsatzerwartungen der Fachbetriebe für die nähere Zukunft waren zum Jahreswechsel deutlich negativ. 75 Prozent der Betriebe erwarten Umsatzverluste. Eine positive Entwicklung wird lediglich der Werkstatt von knapp der Hälfte der Fachbetriebe zugetraut.

04.04.2024

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