Hintergrund der Informationsreise
Der Minister betonte im Vorfeld der Reise, dass der heiße und trockene Sommer, insbesondere in Nordbayern, einen Eindruck davon vermittelt habe, welche Herausforderungen der Klimawandel für Landwirte und Weinbauern mit sich bringen kann. Es sei daher notwendig, sich frühzeitig über die Möglichkeiten und Grenzen der Bewässerung landwirtschaftlicher Kulturen zu informieren.
Israel wird dabei als Referenz herangezogen, da das Land als Weltmarktführer die wassersparende Tröpfchenbewässerung über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat.
Beteiligte Institutionen und Projekte
Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) hat bereits ein Pilotprojekt mit einem israelischen Spezialunternehmen gestartet, um Bewässerungsmethoden im fränkischen Weinbau zu untersuchen. Brunner wird auf seiner Reise von Fachleuten der LWG, der Landesanstalt für Landwirtschaft und der Technischen Universität begleitet. Ebenfalls Teil der Delegation sind Vertreter bayerischer Weinbau- und Gartenbauverbände sowie der Agrarwirtschaft.
Vertiefung der Beziehungen
Die Reise dient auch der Vertiefung der Beziehungen zwischen Bayern und Israel, insbesondere im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Die Bayerische Staatsregierung hat diesem Aspekt in diesem Jahr besondere Bedeutung beigemessen.
Im Rahmen des Besuchs wird Minister Brunner in der Gedenkstätte Yad Vashem einen Kranz niederlegen und an einer symbolischen Pflanzung von 50 Bäumen in Jerusalem teilnehmen. Des Weiteren sind politische Gespräche mit Vertretern des Landwirtschaftsministeriums und des Ministeriums für Regionale Entwicklung sowie Besuche landwirtschaftlicher Kibbuzim geplant.