Digitale Planung und Umsetzung der Sommerinsel – ein Blick hinter die Kulissen
Der Großteil der Blumenzwiebeln auf der Sommerinsel wurde maschinell in den Rasen eingebracht. Im Frühjahr werden dort vor allem Tulpen, Narzissen, Märzenbecher und Schachbrettblumen das Bild bestimmen. Später ergänzen Zierlauch, Steppenkerzen, Lilien und Sternblumen die Bepflanzung.
Die grünen Rasenhügel der Sommerinsel ahmen die Moränenlandschaft des Voralpenlandes nach. Auf den Hügeln soll farbiger Schaum blühen – ähnlich dem Schaum von Wasserwellen im Meer.
Dies erläutert Wolfgang Schück vom Architekturbüro LOMA in Kassel die Gestaltungsidee. Das Design der Sommerinsel, einschließlich der Hügel, Wellen und des Bepflanzungskonzepts, wurde digital entwickelt. Auch die Umsetzung erfolgte unter digitaler Anleitung. Displays zeigten beispielsweise dem Baggerfahrer an, wann die Hügel die erforderlichen Maße in Höhe und Neigung erreicht hatten. Die maschinelle Pflanzung folgte ebenfalls einem präzisen digitalen Fahrplan.
Umfangreiche Pflanzungen für ein umfassendes Gartenschau-Erlebnis
Jetzt ist die richtige Zeit für die Pflanzung der Blumenzwiebeln. Und wir haben Glück. Witterung und Bodenbeschaffenheit sind ideal für die Arbeiten.
Dies erklärt Rüdiger Eckhardt, Leiter der gärtnerischen Abteilung bei der BUGA. Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH, betont die Bedeutung der Menge:
Über eine Million Blumenzwiebeln – das ist schon eine imposante Zahl. Aber für die große Fläche brauchen wir auch entsprechende Mengen. Farben und Düfte sind immens wichtig. Solche Sinneseindrücke prägen das Erlebnis Gartenschau. Unsere Besucher sollen ja nächstes Jahr sehen und spüren, dass sie auf einer BUGA sind.
Zusätzlich zu den Blumenzwiebeln sind für den Wechselflor während der Bundesgartenschau 250.000 einjährige Pflanzen vorgesehen. An mehrjährigen Pflanzen wurden bereits 100.000 Stauden und 8.000 Rosen auf dem Gelände gepflanzt.
Die BUGA Heilbronn 2019 wird vom 17. April bis 6. Oktober 2019 für 173 Tage geöffnet sein. Unter dem Motto „Blühendes Leben.“ kombiniert sie als erste Bundesgartenschau eine Garten- und Stadtausstellung, bei der gärtnerisches Können und urbanes Wohnen am Neckar eine Symbiose eingehen.
