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Baukonjunktur im August 2018: Umsatzplus und optimistische Aussichten

Die deutsche Bauindustrie verzeichnete im August 2018 ein deutliches Umsatzplus und blickt optimistisch in die Zukunft. Hohe Auftragseingänge und Investitionsbereitschaft prägen das Bild.

Positive Entwicklung der Bauwirtschaft

Die deutsche Bauindustrie verzeichnete im August 2018 weiterhin eine positive Entwicklung. Die Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten meldeten ein Umsatzplus von nominal 10,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Über den gesamten Zeitraum von Januar bis August lagen die Umsätze 9,3 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Diese Zahlen spiegeln sich in der Geschäftslage der Unternehmen wider. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) beurteilten lediglich 2 % der Bauunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht. Demgegenüber bewerteten 72 % ihre Lage als gut und 26 % als befriedigend.

Auftragslage und Investitionsbereitschaft

Die Auftragseingänge in den ersten acht Monaten des Jahres lagen nominal 8,2 % über dem Vorjahresniveau. Allein im August erhielten die Betriebe 10,4 % mehr Aufträge als im Vorjahresmonat. Ein vom Statistischen Bundesamt berechneter Rückgang des Auftragseingangs zum Vormonat von 1,2 % (preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt) wird nicht als Anzeichen einer Trendwende interpretiert, sondern als Ergebnis des bereits erreichten hohen Auftragsniveaus.

Wir sind auch für die Zukunft weiter optimistisch. Schließlich erwarten 94 % der Befragten für die kommenden 12 Monate eine bessere bzw. gleichbleibende Geschäftslage.

Angesichts der hohen Nachfrage rüsten sich die Bauunternehmen für die Zukunft. Sie planen, sowohl mehr Beschäftigte einzustellen als auch ihre Investitionen deutlich zu erhöhen. Nahezu jeder fünfte Baubetrieb gab in der DIHK-Umfrage an, seinen Personalbestand in den kommenden 12 Monaten aufstocken zu wollen. Lediglich 6 % planten einen Personalabbau, was den niedrigsten Wert darstellt.

Besonders expansive Pläne zeigen größere Unternehmen mit 200 und mehr Beschäftigten: 35 % von ihnen beabsichtigen, mehr Personal einzustellen. Jedes vierte Bauunternehmen plant zudem, seine Investitionen zu erhöhen, was auf die hohe Kapazitätsauslastung zurückzuführen ist. Nur 8 % gaben an, Investitionen kürzen zu wollen. Das Motiv der Kapazitätserweiterung gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung: 26 % der befragten Bauunternehmen nannten dies als Investitionsgrund, verglichen mit 13 % zu Beginn des Bauaufschwungs.

Alle genannten Angaben und Berechnungen basieren auf Daten des Statistischen Bundesamtes und beziehen sich auf Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten.

25.10.2018

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