Die Grüne Stadt

Bund fördert Hamburger Strategie zur Fassadenbegrünung

Hamburg entwickelt mit Unterstützung des Bundes eine Strategie zur Fassadenbegrünung. Das Modellprojekt soll helfen, Hitze, Starkregen, Feinstaub und Lärm in Städten zu reduzieren und urbane Grünstrukturen weiter auszubauen.

Modellprojekt entwickelt Konzepte für klimaangepasste Fassaden- und Bauwerksbegrünung in Städten

Die Stadt Hamburg erhält vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Fördermittel für die Entwicklung einer Strategie zur Fassadenbegrünung. Das Modellvorhaben wird im Rahmen des Forschungsprojekts „Green Urban Labs“ umgesetzt.

Für das Projekt „Bau nie ohne! Urbanes Grün in allen Dimensionen“ stellt der Bund in den kommenden drei Jahren rund 158.000 Euro zur Verfügung.

Grüne Infrastruktur gegen Klimafolgen

Ziel des Vorhabens ist es, Bauwerksbegrünungen stärker mit bestehenden städtischen Strukturen zu verknüpfen und neue Ansätze für urbane Grünsysteme zu entwickeln.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung einer umfassenden Strategie zur Fassadenbegrünung und auf konkreten Maßnahmen für deren Umsetzung.

„Mit der Begrünung von Bauwerksfassaden und Dächern können wir die Folgen des Klimawandels wie Hitze und Starkregen, aber auch Beeinträchtigungen durch Feinstaub und Lärm mindern“, erklärte Bundesbauministerin Barbara Hendricks.

Die Fassadenbegrünung soll bestehende Grünflächen und begrünte Dachflächen ergänzen und damit zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen.

Erweiterung der Hamburger Gründachstrategie

Hamburg baut mit dem Projekt seine bereits 2014 gestartete Gründachstrategie weiter aus. Gemeinsam sollen Dach- und Fassadenbegrünungen zu einer umfassenden Bauwerksbegrünung in der Stadt beitragen.

Untersucht wird unter anderem, wie begrünte Fassaden in bestehende bauliche Strukturen integriert werden können.

Solche Maßnahmen gewinnen angesichts zunehmender Hitzeperioden und Starkregenereignisse in Städten an Bedeutung.

Teil des Forschungsprojekts „Green Urban Labs“

Das Modellvorhaben ist Bestandteil des Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“.

Im Rahmen des Projekts „Green Urban Labs“ erproben bundesweit zwölf Modellkommunen innovative Konzepte für mehr Grün in urbanen Räumen.

Grundlage dafür ist unter anderem das Weißbuch „Stadtgrün“, das konkrete Maßnahmen zur Sicherung und Weiterentwicklung urbaner Grün- und Freiflächen beschreibt.

Fassaden- und Dachbegrünungen gewinnen auch im Garten- und Landschaftsbau zunehmend an Bedeutung, insbesondere bei klimaangepassten Stadtentwicklungsprojekten.

31.07.2017

Zurück