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Bundeslandwirtschaftsministerin pflanzt Baum des Jahres 2018

Bundesministerin Julia Klöckner pflanzte gemeinsam mit dem BdB-Präsidenten Helmut Selders den Baum des Jahres 2018, eine Ess-Kastanie, in Rheinland-Pfalz. Die Aktion bot Anlass, aktuelle politische Themen wie Biodiversität und Exportfragen zu erörtern.

Ess-Kastanie: Ein Baum mit Geschichte und Zukunft

Bundesministerin Julia Klöckner hat gemeinsam mit Helmut Selders, dem Präsidenten des Bundes deutscher Baumschulen (BdB), und Vertretern der Stadt Birkenfeld den Baum des Jahres 2018, eine Ess-Kastanie, gepflanzt. Die Pflanzaktion fand in der Ortsgemeinde Schmißberg (Rheinland-Pfalz) in der Nähe des Sirona-Pavillons statt, einer historischen Stätte aus gallo-römischer Zeit.

Die Römer haben uns im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz ein bedeutendes Erbe hinterlassen, zu dem nicht nur der Sirona-Tempel gehört, sondern auch die Ess-Kastanie. Denn sie wird hier seit der Römerzeit angebaut und kultiviert. Die Ess-Kastanie hat dank ihrer schmackhaften Früchte und ihrer besonderen Holzeigenschaften einen hohen Stellenwert in der Region. Doch sie ist auch eine gute Botschafterin der biologischen Vielfalt und zudem fähig, besser als andere Baumarten dem Klimawandel zu trotzen.

Im Anschluss an die Baumpflanzung nutzte der BdB die Gelegenheit, aktuelle politische Themen mit der Bundesministerin zu erörtern.

Biodiversität und Agrarpolitik im Fokus

Der BdB betonte die Bedeutung der Anlage von Waldsäumen entlang von Bahnstrecken, die durch Forstgebiete führen. Dies diene der Förderung der Biodiversität im ländlichen Raum und der Erhöhung der Verkehrssicherheit. Der BdB hatte hierzu bereits Lösungsmöglichkeiten mit Vertretern der Deutschen Bahn diskutiert. Allerdings zeigen sich Forstverwaltungen oft noch zurückhaltend bei der Umgestaltung des Waldes an Bahnstrecken.

Ein weiteres Thema war die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union. Das Prämiensystem für landwirtschaftliche Betriebe soll in den kommenden Jahren überarbeitet werden. Baumschulen sind als Dauerkulturen grundsätzlich prämienberechtigt. Jedoch ist die umweltschonende Kultivierungstechnik in Töpfen, die mit einem geschlossenen Wasser- und Düngemittelkreislauf einhergeht, derzeit von der GAP ausgeschlossen.

BdB-Präsident Selders forderte hier eine Korrektur für die nächste Förderperiode.

Herausforderungen im Exportgeschäft

Helmut Selders informierte zudem über aktuelle Entwicklungen im Export der Baumschulwirtschaft. Auf dem wichtigen Auslandsmarkt Russland bestehen derzeit phytosanitäre Restriktionen, die den direkten Export in die Russische Föderation erschweren.

Hier sollten die gemeinsamen Anstrengungen des BMEL mit dem BdB nicht nachlassen, um die Lage zu verbessern.

Auch auf dem britischen Markt zeichnen sich vor dem Hintergrund des Brexits Marktbeschränkungen ab. Diese könnten Importe aus Deutschland und anderen EU-Mitgliedstaaten empfindlich treffen.

Auch hier benötigt der BdB tatkräftige Unterstützung vom Bund wie neulich bei der Befreiung von der Mautpflicht für Traktoren mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von maximal 40 km/h.

13.07.2018

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