Hendricks trifft chinesischen Umweltminister und betont Zusammenarbeit
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat in Peking eine Plenarsitzung des Umwelt- und Entwicklungsbeirats der chinesischen Regierung geleitet. Hendricks ist seit 2015 Vizevorsitzende dieses Beirats, dessen Aufgabe es ist, Lösungsvorschläge für zentrale Entwicklungsfragen Chinas zu erarbeiten. Die diesjährige Jahrestagung des Beirats stand unter dem Titel „Ecological Civilization: China and the World“.
Während ihres Aufenthalts in Peking traf Hendricks auch den chinesischen Umweltminister Chen Jining zu einem Gespräch.
China ist für uns ein bedeutender Partner bei den Themen Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung. Ich habe meinem Kollegen für das verantwortungsbewusste Vorgehen Chinas bei der letzten Klimakonferenz in Marrakesch gedankt. Es ist erfreulich, dass sich China auch während seiner G20-Präsidentschaft nachdrücklich für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der 2030-Agenda und für den Klimaschutz eingesetzt hat. Daran können wir während unserer deutschen G20-Präsidentschaft gut anknüpfen.
Das Bundesumweltministerium berät die chinesische Regierung seit vielen Jahren in Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes. Hendricks betonte in Peking, dass die Bundesregierung bei der Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens und der UN-Nachhaltigkeitsziele weiterhin eng mit China zusammenarbeiten wird.
Strukturwandel und Zusammenarbeit
In ihrer Rede vor dem Umweltbeirat sprach sich Hendricks für einen geordneten Strukturwandel aus. Sie wies darauf hin, dass diejenigen, die die Herausforderung des Strukturwandels zu einer nachhaltigeren Entwicklung frühzeitig annehmen, in den kommenden Jahren Wettbewerbsvorteile erzielen werden. In diesem Zusammenhang hob sie die Notwendigkeit einer gleichberechtigten Behandlung in- und ausländischer Firmen hervor, um das Potenzial des Strukturwandels vollständig zu nutzen.
Vorsitzender des Beirats ist der chinesische Vizepremierminister Zhang Gaoli. Jährlich wechselnde Arbeitsgruppen, bestehend aus chinesischen und ausländischen Experten, erarbeiten konkrete Empfehlungen für den Vizepremierminister und die zuständigen Behörden.
Die Themen, die der Umweltbeirat bisher abgedeckt hat, umfassen ein breites Spektrum. Dazu gehören umweltpolitische Strategien, Umweltökonomie, Umweltverwaltung, öffentliche Beteiligung, nachhaltige Urbanisierung, Biodiversität, Schadstoffbekämpfung, Kreislaufwirtschaft, umweltverträgliche Beschaffung und Produktion, Landwirtschaft, Energie- und Ressourceneffizienz, Investitionen für Umwelt- und Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel sowie Handel und Umwelt.
