Die Vermarktungsmenge von Eriken hat sich laut Hiedl stabilisiert. Kurzfristig sind kleinere Formveränderungen abzusehen, langfristig bemühen sich mehrere Züchter weiterhin, die Winterhärte europäischer Arten mit der Farb- und Formvielfalt afrikanischer Arten zu kombinieren. Auch über spezielle Fortschritte bei der Gaultherienzucht tauschten sich die neun Züchter von Eriken, Callunen, Azaleen und Gaultherien in ihrem internen Treffen aus.
Sehr erfreulich war auch die Zusammenarbeit mit den drei Referentinnen. Zum Thema Erica-Verwandschaftsuntersuchungen trug Prof. Dr.
Annette Hohe, Fachhochschule Erfurt, erste Ergebnisse aus den Versuchen mit AFLP-Markern vor. Prof. Dr.
Brigitte Poppenberger, TU München, erläuterte die Wirkung von Wachstumsregulationen auf Zierpflanzen. Aus dem Vergleich von verschiedenen Gaultherienherkünften berichtete Dr. Elke Ueber, Leiterin der Zierpflanzenbauversuche am Kompetenzzentrum in Bad Zwischenahn.
Vereinbart wurde eine weiterhin gute Kooperation zwischen Praktikern und Institutionen. Neue Perspektiven wurden aber auch darin gesehen, grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse in angewandten Fragestellungen durch eine Zusammenarbeit von Universitäten und Versuchseinrichtungen testen zu können. Die nächste Sitzung wird im September 2016 im Betrieb Johannes van Leuven stattfinden.

