Das Grüne Zimmer als Teil des TURAS-Projekts zur Klimaanpassung
Das Grüne Zimmer ist Teil des Forschungsprojekts TURAS (Transitioning Towards Urban Resilience and Sustainability), das darauf abzielt, Städte widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel zu machen. Das Grüne Zimmer Ludwigsburg wurde vom Institut für Landschaftsplanung und Ökologie der Universität Stuttgart nach Plänen der Architekten Ludwig.schönle und der Helix Pflanzen GmbH realisiert.
Am Rathaushof in Ludwigsburg entstand auf einer Freifläche ein Raum mit 140 Quadratmetern Vegetationsfläche. Rund 7.000 Pflanzen aus 30 Arten wachsen in gestapelten Gitterkörben. Überdacht von Platanen, bietet dieser öffentlich zugängliche Raum verschiedene Aufenthaltsbereiche, die an heißen Tagen Schatten spenden. Die Bewässerungsanlage wird ausschließlich mit Regenwasser aus einer Zisterne gespeist.
Positive Erfahrungen und Wirkung des Grünen Zimmers
Ein Jahr nach seiner Einweihung ist das Grüne Zimmer ein fester Bestandteil des Stadtbildes von Ludwigsburg. Als Pilot- und Forschungsprojekt hat es auch über Ludwigsburg hinaus positive Auswirkungen. Die Bevölkerung hat das Angebot angenommen und nutzt die Aufenthaltsqualität des geschützten Ortes im Freien mitten in der Stadt. Die Erfahrungen mit dem Grünen Zimmer werden von den Partnern im TURAS-Projekt als gelungenes Beispiel für Klima-Anpassungsstrategien in Städten betrachtet.
Die Pflanzen haben sich gut entwickelt und binden jährlich etwa 300 Kilogramm Kohlendioxid, während sie 220 Kilogramm Sauerstoff produzieren. Hans Müller, Geschäftsführer von Helix Pflanzen und TURAS-Mitglied, präsentierte das Grüne Zimmer Ludwigsburg im Juni 2015 auf der Green Week in Brüssel, einer internationalen Konferenz zur EU-Umweltpolitik.
Von den Erfahrungen unseres Projektes sollen alle profitieren, die Bürger der Stadt Ludwigsburg, die Region, die europäischen Partner im Projekt, aber auch alle, die sich mit dem Grün in der Stadt auseinandersetzen und sich gemeinsam mit anderen für Pflanzen stark machen. Mit dem Grünen Zimmer sind wir noch lange nicht am Ende.
Hans Müller betonte die Bedeutung der Beteiligung von Helix Pflanzen an diesem internationalen Projekt zur Entwicklung von Lösungen für eine nachhaltigere grüne Zukunft.


