Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Um die positiven Effekte urbanen Grüns ging es beim Politikerpraktikum der Landtagsabgeordneten Karola Stange (Die LINKE) beim Garten- und Landschaftsbauunternehmen BTS Gartenwerk GmbH in Erfurt.

Karola Stange (MdL) gemeinsam mit BTS-Geschäftsführer Tom Steinbrück

Gute Stimmung bei den Mitarbeitern von BTS Gartenwerk (Fotos: FGL Hessen-Thüringen)

Landschaftsgärtner-Praktikantin Stange will sich dafür einsetzen, dass der Erfurter Wohnungsbau ökologischer werde: Denn eine grüne Oase mitten in der Stadt bereichere das Leben aller Bewohner.

Mehr Grün in der Stadt steigert nicht nur die Lebensqualität sowie die Gesundheit der Bevölkerung, es fördert auch das soziale Miteinander. Jung und Alt finden in Grünanlagen nicht nur Entspannung, im Trend liegen heute sogenannte Bewegungsparks. Grünflächen in Städten sollten – einer Empfehlung der Europäischen Umweltagentur folgend - nicht weiter als 300 m vom Menschen entfernt sein. Um das in den Städten zu erreichen, fordert FGL-Präsident Jens Heger, dass mit neuen Gewerbe- und Bebauungsflächen gleichzeitig auch neue Grünflächen als Kompensation ausgewiesen werden sollten.

Tom Steinbrück, einer der beiden Geschäftsführer der BTS Gartenwerk GmbH, betonte bei einer Baustellenbesichtigung zudem die Wichtigkeit von Dach- und Fassadenbegrünungen. Gerade in Siedlungsräumen seien diese Gestaltungselemente wichtig: Zum einen steige die Qualität der Luft, zum anderen sei dies eine Möglichkeit, um die mit dem Klimawandel verstärkt auftretende Aufheizung der Städte im Sommer abzumildern. Eine Studie des Umweltbundesamtes verweise bereits auf die positiven Effekte städtischen Grüns gegen die sommerliche Hitze. Darüber hinaus könnten so auch Energiekosten gesenkt werden.

Städte und ihre Bewohner brauchen Grün als Begegnungsorte und Erholungsräume gleichermaßen – darüber waren sich alle Anwesenden einig.

 

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