Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

„Mela“ ist das italienische Wort für „Apfel“. „Boskoop“ heißt eine alte, traditionelle Apfelsorte. Insofern wächst im Frankfurter Stadtteil Preungesheim zusammen, was zusammen gehört: Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt realisiert in der Boskoopstraße die „Melagärten“. In drei Baukörpern entstehen 76 Mietwohnungen im Passivhausstandard mit eigenen Mietergärten. 16 Wohnungen sind barrierefrei zugänglich.

In den „Melagärten“ soll auch die Tradition der Mietergärten neu belebt werden. (Foto: UGNHWS / Sabine Antonius)

„Wir schaffen hier attraktiven, klimafreundlichen Wohnraum zu erschwinglichen Preisen“, sagte Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal bei der Grundsteinlegung in Anwesenheit von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann. „In den Melagärten finden die künftigen Mieter alles, was sie brauchen: Günstige Mieten, einen Wohnungsmix für Senioren, Singles und Familien, eine hervorragende Infrastruktur sowie Naherholungsmöglichkeiten im Frankfurter Grüngürtel und an der Nidda.“ Peter Feldmann betonte, wie wichtig die Bereitstellung von Wohnraum ist. „Gerade der Mittelstand ist enorm wichtig für unsere Stadt. Wir müssen den Menschen und ihren Kindern aber auch die Chance bieten, hier zu leben.“

In Mietergärten eigenes Obst und Gemüse anbauen

Das rund 8.150 qm große Baugrundstück gehört zum Siedlungsbereich Frankfurter Bogen. Insgesamt entstehen hier 24 Zwei-, 39 Drei- und 13 Vier-Zimmerwohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von rund 6.400 qm. Die Wohnungen sind zwischen 55 und rund 122 qm groß und sind freifinanziert. Die Mieten werden sich zwischen 11 und 12 Euro/qm bewegen. Zum Vergleich: Die Durchschnittsmiete für Neubauwohnungen in Frankfurt liegt bei rund 15 Euro. Die Gebäude sind vom Entwurf her modern und in leicht mediterranem Stil gehalten. Zur Schonung der Ressourcen, der die Nassauische Heimstätte sich im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie verpflichtet hat, trägt neben dem Passivhausstandard noch ein weiterer Aspekt bei. Die Warmwasserbereitung in den Melagärten wird durch Solarthermie unterstützt.

Eine weitere Besonderheit an dem Neubauprojekt ist, dass die künftigen Mieter eigene Gärten direkt vor Ort pachten und dort Gurken, Tomaten oder eben Apfelbäume anbauen können. „Mietergärten haben spätestens seit Ernst May in den 1920er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Frankfurt eine lange Tradition“, erläuterte Geschäftsführer Westphal. „Diese Tradition wollen wir wieder neu beleben.“ Unter dem Grundstück werden zwei Tiefgaragen gebaut. Die Fertigstellung der Melagärten ist für Ende 2020 geplant.

 

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