Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Das Interesse der Kommunen an der Ausrichtung einer hessischen Landesgartenschau im Jahr 2027 ist riesengroß. Dreizehn Städte und Gemeinden haben offiziell beim Umweltministerium ihr Interesse bekundet.

Besucher auf der Landesgartenschau in Gießen 2014 (Foto: Fördergesellschaft Landesgartenschauen)

Die Fördergesellschaft Landesgartenschauen Hessen-Thüringen mbH begrüßt, dass in den kommenden Monaten an den acht Standorten die vielfältigen Chancen einer grünen Infrastruktur von der Politik, Verwaltung und den Bürger diskutiert werden. Das Land Hessen fördert die Landesgartenschau 2027 anteilig mit bis zu 3,5 Millionen Euro.   

Landesgartenschauen sind mehr als nur ein Event

Sie sind ein Instrument der Stadtentwicklung, das der Förderung eines hochwertigen Wohnumfeldes ebenso dient wie dem Landschafts-, Natur- und Umweltschutz. Sie begegnen mit intelligenten grünen Lösungen den wachsenden städtebaulichen Herausforderungen, denen sich die Städte und Kommunen heute stellen müssen. Insbesondere Starkregenereignisse, Hitze- und Trockenperioden und Luftverschmutzung führen dazu, dass breite Schichten der Bevölkerung die Förderung von innerstädtischem Grün mehr denn je einfordern. 

Die sehr gute Resonanz auf die aktuelle Ausschreibung zeigt, dass die Städte und Gemeinden die umfassend positiven und langfristigen ökologischen, städtebaulichen, touristischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Landesgartenschauen für die jeweilige Kommune und ihr Umland zu schätzen wissen. Insbesondere für Mittelzentren zeigt sich die Gartenschau als Turbo für die Regionalentwicklung und stärkt damit auch den umliegenden ländlichen Raum.
 
Am 31.01.2020 endete die Bewerbungsfrist für die erste Stufe des Bewerbungsverfahrens. Die Interessensbekundung der dreizehn Kommunen für die Ausrichtung der Gartenschau ist zunächst unverbindlich. Darunter die erste interkommunale Landesgartenschaubewerbung Oberhessen, die schon jetzt  sechs beteiligte Kommunen zählt. 

Aufgrund von Fristverlängerungen stehen zum Teil noch Gremienbeschlüsse aus. Im zweiten Schritt steht dann die Durchführung einer Machbarkeitsstudie an. Das Hessische Regierungskabinett entscheidet abschließend über den Zuschlag. 

Wie 2016 hoffen alle Beteiligten darauf, dass bei dem riesigen Interesse der Kommunen in Hessen die Landesregierung mehr als eine Landesgartenschau 2027 beschließt. In Zeiten des Klimawandels böten auch Gartenschauen in 2029, 2031 und 2033 in den teilnehmenden Bewerberstädten riesiges Potential und Modellcharakter für andere hessische Städte und Gemeinden. 

 

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