Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Klimawandel, Erhalt der Biodiversität und das Sichern der Ernährungssouveränität – das sind nur ein paar der Herausforderungen, die die Agrar-, Forst- und Gartenbaubranche tagtäglich bewältigen muss. Nicht zuletzt aus diesem Grund sorgt der Freistaat für eine profunde Aus- und Fortbildung im Agrarbereich, die an aktuellen Anforderungen ausgerichtet ist.

Staatsministerin Michaela Kaniber gemeinsam mit den bayerischen Top-Absolventinnen und -Absolventen der „Grünen Berufe“. (Foto: Stefanie Büchl /StMELF)

Nachdem der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft auch eine Schlüsselrolle zukommt, ist Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber die gesellschaftliche Wertschätzung der Branche ein Herzensanliegen. Deswegen nahm sie sich auch in diesem Jahr Zeit für ein Gespräch mit den 30 besten bayerischen Absolventinnen und Absolventen „Grüner Berufe“ in München: „Ihre Arbeit ist Grundlage für unser aller Leben. Durch Ihre herausragenden Fortbildungserfolge haben Sie bereits bewiesen, dass Sie voller Elan mit innovativem Wissen Ihre beruflichen Aufgaben meistern. Dafür sind wir dankbar und stolz auf Sie. Die Gesellschaft braucht Sie als Ernährer. Wir danken Ihnen, dass Sie diesen Beruf ergreifen, obwohl die Belastungen gerade in aller Munde sind.“

Zum vierten Mal seit dem Jahr 2020 lädt Staatsministerin Kaniber fünf Prozent der besten Absolventinnen und Absolventen aus dem Agrarbereich zur Diskussionsrunde ein. In diesem Jahr waren unter den 30 geladenen Meisterinnen und Meister allein zwölf aus den Berufen Landwirt, Fischwirtschaftsmeister, Tierwirtschaftsmeister und Molkereimeister. Außerdem in der Runde: Agrarbetriebswirte, Techniker für Landbau, für Milchwirtschaft und Molkereiwesen, sowie Fachagrarwirte im Rechnungswesen, in Erneuerbare Energien Biomasse, in Sportplatzpflege und Golfplatz-Greenkeeping.

Ausbildungen im Agrarbereich sind gefragt: Allein in diesem Ausbildungsjahr haben 2.021 junge Menschen eine betriebliche Ausbildung begonnen. Damit bleibt die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge verglichen mit dem Vorjahr nahezu konstant: im Herbst 2022 hatten 2.096 Personen eine Ausbildung begonnen. Von den rund 5.000 Auszubildenden, die derzeit in Bayern einen „Grünen Beruf“ erlernen, durchlaufen 1.291 eine betriebliche Ausbildung zum Landwirt, 2.040 zum Gärtner. Um junge Menschen zu motivieren, einen Meisterabschluss anzustreben und ihr berufliches Fortkommen zu fördern, zeichnet die Staatsregierung seit 1995 besonders erfolgreiche Absolventen mit dem Meisterpreis aus. Im Jahr 2023 wurden rund 2,45 Millionen Euro als Meisterbonus an jeden erfolgreichen Fortbildungsabsolventen aus Bayern ausgezahlt.

 

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