Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Der Beruf Landschaftsgärtner*in erfreut sich weiter wachsender Beliebtheit. Das zeigt die aktuelle Jahresauswertung des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) und des Ausbildungsförderwerkes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (AuGaLa).

„Die Investition in Bildung ist eine Sicherung der unternehmerischen Zukunft.“ BGL-Vizepräsident und Vorsitzender des Bildungsausschusses Matthias Lösch. (Foto: Rottenkolber/BGL)

Bis Ende 2023 starteten 3.283 Auszubildende in den umlagepflichtigen GaLaBau-Betrieben eine Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin oder zum Landschaftsgärtner (2,7 Prozent mehr als 2022). Auch die Azubi-Gesamtzahl in allen drei Ausbildungsjahren legte weiter zu: Im Vergleich zum Vorjahr lernten 3,1 Prozent mehr junge Menschen bundesweit den Beruf – das waren 8.066 Azubis. Davon waren durchschnittlich 89 Prozent männlich und 11 Prozent weiblich.

AUSBILDUNG IM GALABAU: ERFOLG TROTZ DAUERKRISENMODUS

„Krisen als Dauermodus haben den Weg in das tägliche Leben der Gesellschaft gefunden. Daher ist es umso wichtiger, als grüne Branche einen Beitrag für Stabilität im beruflichen Alltag und Lösungsstrategien für die Bewältigung des Klimawandels zu schaffen“, so BGL-Vizepräsident Matthias Lösch, der auch Vorsitzender des Bildungsausschusses ist. „Dazu gehört, jungen Menschen – auch Geflüchteten – Karriereperspektiven zu geben, indem diese adäquat aus-, fort- und weitergebildet werden. Um dem Arbeits- und Fachkräftemangel entgegenzuwirken, steht der GaLaBau für regelkonforme Arbeitsbedingungen, moderne Arbeitszeitmodelle und eine angemessene Bezahlung. Dabei sind unsere Betriebe auf motiviertes Personal angewiesen, welches fachlich bestmöglich qualifiziert wird. Die Investition in Bildung ist also auch eine Sicherung der unternehmerischen Zukunft!“

QUALIFIZIERTES PERSONAL SICHERT DIE ZUKUNFT DER UNTERNEHMEN

Die seit zehn Jahren steigenden Azubi-Zahlen im GaLaBau seien das Ergebnis einer langfristigen, hervorragenden Kooperation der Nachwuchswerbung in den GaLaBau-Landesverbänden mit dem AuGaLa sowie den Sozialpartnern BGL und IG BAU und den engagierten GaLaBau-Unternehmer*innen, so Lösch. Für die Qualität der Ausbildung tragen aber auch die weiteren Partner in der dualen Ausbildung bei. Matthias Lösch stellt dabei neben den ausbildenden Betrieben insbesondere die kooperative Arbeit des Fachpersonals in den Berufsschulen, überbetrieblichen Ausbildungsstätten und zuständigen Stellen für Berufsbildung im Gartenbau heraus. Das AuGaLa und der BGL stärken zusätzlich die Position des GaLaBau im Wettbewerb um Auszubildende, Fach- und Arbeitskräfte: mit einem Mix aus Social Media, einem eigenen Azubi-Blog, in dem „echte“ Auszubildende aus ihrem beruflichen Alltag berichten, mit Öffentlichkeitsarbeit und Azubi-Werbung der Betriebe vor Ort für den Beruf Landschaftsgärtner*in. Seit Dezember 2022 geben „Die Drei vom GaLaBau“ auf TikTok und Instagram humorvoll und jugendgerecht echte Einblicke in ihren abwechslungsreichen Ausbildungsberuf.

 

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