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Deutscher Hochbau erholt sich nach der Krise nur langsam

Der deutsche Hochbau stabilisiert sich nach der Wirtschaftskrise nur langsam. Während der Wohnungsbau von Renovierungen und dem Trend zu nachhaltigem Bauen profitiert, bleibt der Nichtwohnungsbau vorerst unter Druck. OC&C erwartet erst ab 2011 moderates Wachstum.

Wohnungsbau stabilisiert sich, während der Wirtschaftsbau weiter schwächelt

Der Hochbau in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von 2,0 Prozent verzeichnet. Nach Einschätzung der Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants stabilisiert sich der Markt zwar allmählich, eine deutliche Erholung bleibt jedoch zunächst aus. Für das Jahr 2010 prognostizieren die Experten lediglich eine nahezu stabile Entwicklung mit einem realen Marktrückgang von 0,1 Prozent.

Hintergrund sind vor allem die Nachwirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, die sich weiterhin besonders im Nichtwohnungsbau bemerkbar machen. Während dieser Bereich unter schwacher Investitionsbereitschaft leidet, zeigt sich der Wohnungsbau bereits stabiler. Dort sorgt eine konstante bis leicht steigende Nachfrage für erste positive Signale.

Stabilisierung nach dem Krisenjahr

Nach dem starken Einbruch im Krisenjahr 2009 erwarten die Berater, dass sich die Branche im Jahr 2010 zunächst stabilisiert. Erst danach dürfte der Markt wieder moderat wachsen. Für die Jahre 2011 und 2012 rechnen die Experten mit einer Phase verhaltener, aber positiver Entwicklung.

In Folge der globalen Wirtschaftskrise war auch der deutsche Hochbau rückläufig – wenngleich mit 2,0 Prozent Rückgang relativ verhalten. Ab diesem Jahr wird sich vor dem Hintergrund einer stabilen bis leicht steigenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auch die Lage im Hochbau wieder verbessern.

Unterschiedliche Entwicklungen zeigen sich dabei in den einzelnen Marktsegmenten. Während der Wohnungsbau bereits kurzfristig Stabilität erreicht, dürfte sich der Wirtschaftsbau trotz staatlicher Konjunkturprogramme erst ab 2011 langsam erholen.

Im öffentlichen Bau werden dagegen positive Impulse durch die Maßnahmen der staatlichen Konjunkturpakete erwartet. Gleichzeitig sorgt das Renovierungssegment insbesondere im Wohnungsbau für moderates Wachstum.

Renovierungen gewinnen weiter an Bedeutung

Im Wohnungsbau hat sich die Struktur des Marktes in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Der Anteil von Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen ist kontinuierlich gestiegen.

Lag der Anteil der Renovierungsleistungen im Jahr 2000 noch bei rund 58 Prozent des gesamten Wohnungsbaumarktes, erreichte er 2009 bereits fast 80 Prozent. Die zunehmende Alterung des Gebäudebestandes sorgt dafür, dass Sanierungen und Modernisierungen auch künftig eine zentrale Rolle spielen.

Bis 2012 erwarten die Experten in diesem Segment ein durchschnittliches jährliches Wachstum von etwa 0,8 Prozent. Renovierungen bleiben damit ein wichtiger Stabilitätsfaktor für die Branche.

Nachhaltigkeit und Green Building im Aufwind

Ein weiterer wichtiger Trend im Hochbau ist die wachsende Bedeutung nachhaltiger Bauweisen. Sowohl private als auch gewerbliche Eigentümer investieren verstärkt in energieeffiziente Gebäude und Sanierungsmaßnahmen.

Treiber dieser Entwicklung sind steigende Energiekosten, ein zunehmendes Umweltbewusstsein sowie staatliche Förderprogramme. Begriffe wie Green Building gewinnen deshalb weiter an Bedeutung und prägen zunehmend die Anforderungen an Planung und Bauausführung.

Unterschiedliche Entwicklung in Ost und West

Regional rechnen die Berater mit unterschiedlichen Wachstumsraten. In den alten Bundesländern ohne Berlin wird bis 2012 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von etwa 0,4 Prozent erwartet. In den neuen Bundesländern fällt die Entwicklung mit rund 0,1 Prozent deutlich schwächer aus.

Ein Grund dafür ist der höhere Anteil öffentlicher Bauprojekte im Osten. Da staatliche Konjunkturprogramme in den kommenden Jahren auslaufen, dürfte das Bauvolumen im Nichtwohnungsbau dort leicht zurückgehen.

Auch der Wohnungsbau entwickelt sich im Osten schwächer. Ursachen sind unter anderem die anhaltende Bevölkerungswanderung von Ost nach West sowie ein vergleichsweise jüngerer Gebäudebestand, der weniger Renovierungsbedarf aufweist.

Unternehmen müssen Wettbewerbsdruck bewältigen

Für Unternehmen der Bauindustrie bleibt die Marktsituation anspruchsvoll. Neben dem schwachen Marktumfeld sehen sich viele Betriebe mit hoher Wettbewerbsintensität sowie steigenden Anforderungen an Vertrieb, Marktbearbeitung und Effizienz konfrontiert.

Unternehmen müssen eine strukturell hohe Wettbewerbsintensität, steigende Anforderungen an Vertrieb und Marktbearbeitung sowie einen erheblichen Druck zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Prozessen und Produkten bewältigen.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt OC&C eine sorgfältige Analyse der eigenen Marktposition, der Kundenanforderungen sowie der internen Stärken und Schwächen. Auf dieser Basis lassen sich Optimierungsmaßnahmen gezielt priorisieren und umsetzen.

01.04.2010

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

OC&C Strategy Consultants GmbH

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40221Düsseldorf
Deutschland

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