Herausforderungen und Lösungen für grüne Infrastruktur
Die Folgen des Klimawandels für die Baumschulwirtschaft standen im Mittelpunkt eines Austauschs zwischen Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und BdB-Präsident Helmut Selders. Anlass war die Pflanzung einer Winterlinde, dem Baum des Jahres, im saarländischen Wittersheim.
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt betonte die ökologische Funktion von Straßenbäumen in Städten. Bäume trügen zur Erholung bei, verschönerten das Stadtbild und sorgten für ein angenehmes Klima. Zudem leisteten sie durch die Speicherung von Kohlenstoffdioxid einen Beitrag zum Klimaschutz.
Unsere Bäume sind wahre Multitalente. Bäume bringen uns Erholung, sie verschönern die Städte und sorgen dort für angenehmes Klima. Darüber hinaus leisten Bäume und Wälder durch die Speicherung von Kohlenstoffdioxid einen essentiellen Beitrag zum Klimaschutz. Weltweit nimmt die Urbanisierung zu. Deshalb setze ich mich für mehr Grün in den Städten ein und für die Forschung zu besonders robusten Pflanzen für den Standort Stadt.
Helmut Selders, Präsident des Bundes deutscher Baumschulen (BdB), unterstrich die Notwendigkeit, angesichts des Klimawandels über neue Baumarten nachzudenken. Baumschulbetriebe arbeiteten intensiv an der Züchtung neuer Sorten, die den veränderten klimatischen Bedingungen, insbesondere in städtischen Umgebungen, standhalten können.
Angesichts der sich verändernden klimatischen Bedingungen, insbesondere in den Städten, arbeiten unsere Betriebe mit Hochdruck daran, neue Sorten zu züchten, die auch künftig am Extremstandort Straße bestehen können. Der Klimawandel verlangt den Bäumen einiges ab.
Selders forderte eine Strategie für grüne Infrastruktur, die Bund, Länder und Kommunen gemeinsam mit Baumschulen und Vertretern anderer grüner Berufe entwickeln sollten. Ziel sei es, Städte und ländliche Räume qualitativ mit gestaltetem Grün zu versorgen. Eine solche Strategie sei notwendig, um überhitzte Städte und ökologisch verarmte Wohnsiedlungen zu vermeiden, insbesondere angesichts der Innenraumverdichtung in Städten und der Zunahme von Kiesgärten.
Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer hob die soziale Funktion markanter, einzeln stehender Bäume im ländlichen Raum hervor. Diese könnten als Treffpunkte dienen und die persönliche Begegnung fördern.
Umweltminister Reinhold Jost betonte die Bedeutung des Baumpflanzens als Ausdruck des Glaubens an die Zukunft und der Übernahme von Verantwortung für die Natur. Bäume würden für nachkommende Generationen gepflanzt. Die Tradition einer Dorflinde als Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft könne ein Gefühl von Heimat vermitteln und wiederbelebt werden.
