Erfolgreiche Eindämmung trotz hoher Brandzahlen
Die Waldbrandfläche in Deutschland hat sich im Jahr 2020 signifikant reduziert. Mit 368 Hektar (ha) lag sie bei weniger als einem Siebtel der Fläche des Vorjahres 2019, in dem 2.711 ha betroffen waren. Dies geht aus der aktuellen Waldbrandstatistik des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) hervor.
Obwohl die Anzahl der Waldbrände mit 1.360 Fällen weiterhin hoch blieb und das Mittel der vergangenen 20 Jahre (901 Brände) deutlich übertraf, konnte die Ausbreitung der Brände effektiv eingedämmt werden. Dies deutet darauf hin, dass das Waldbrandmanagement seine Wirkung entfaltet.
Im Jahr 2020 wurden Waldbrände schneller erkannt und effektiver bekämpft als in den Jahren zuvor. Dies trug maßgeblich zur Verringerung der betroffenen Waldfläche bei. In den Jahren 2018 und 2019 waren sowohl die Brandzahl als auch die Brandfläche in den heimischen Wäldern stark angestiegen. Ursächlich hierfür waren lange Dürreperioden, die die Vegetation in den Wäldern zu einem leicht entzündlichen Material werden ließen.
Angesichts des Klimawandels und der damit verbundenen Zunahme von Dürreperioden in Mitteleuropa hat die Bundesregierung begonnen, Maßnahmen und Projekte zur Waldbrandprävention und -bewältigung zu intensivieren.


